Meta vs. Apple: Zuckerberg sieht unterschiedliche Philosophie

Meta vs. Apple: Zuckerberg sieht unterschiedliche Philosophie

Derzeit bespielt Meta den XR-Markt fast allein. Doch das soll sich bald ändern, wenn mit Apple ein direkter Konkurrent einsteigt. Meta-Chef Mark Zuckerberg bereitet sein Team auf diesen Moment vor – und sieht einen grundlegenden strategischen Unterschied zwischen Metas Ansatz und dem von Apple.

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Während Sony mit seiner auf VR-Spiele fokussierten Playstation VR 2 eher indirekte Konkurrenz für Meta ist, könnte Apple den Frontalangriff planen: Angeblich soll der Tech-Konzern im Januar 2023 eine VR-AR-Brille auf den Markt bringen, die direkt in Konkurrenz stünde zu Metas im Herbst startender Cambria-Brille.

Beide Brillen könnten einen Schwerpunkt auf Produktivität haben, allerdings soll bei Apple niemand vom Metaverse sprechen.

Meta vs. Apple: „Ein Wettbewerb der Philosophien und Ideen“

Während einer Personalversammlung im Juli bereitete der Meta-CEO seine Angestellten auf den Apple-Angriff vor. Und sparte dabei nicht an großen Worten: Der Wettstreit zwischen Apple und Meta würde bestimmen, in welche Richtung sich das Internet entwickele.

Zuckerberg sieht einen grundlegenden Unterschied zwischen Apples und Metas Herangehensweise: Apple wolle das gesamte Ökosystem selbst kontrollieren und sei davon überzeugt, dass diese Herangehensweise zum besten Erlebnis für Nutzer:innen führe.

„Und wir glauben, dass es viel Potenzial für eine Spezialisierung zwischen verschiedenen Unternehmen gibt und dass dadurch ein viel größeres Ökosystem entstehen kann“, sagt Zuckerberg.

Meta ist gemeinsam mit vielen für XR relevanten Konzernen Teil der Khronos Gruppe für offene Metaverse-Standards, auf deren Mitgliederliste Apple fehlt. Laut Zuckerberg initiierte Meta diese Gruppe sogar, aber Apple wollte nicht beitreten.

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„Ich glaube nicht, dass das eine Überraschung ist. Apple ist seit einigen Computergenerationen der Anbieter von geschlossenen Computersystemen.“

Zuckerbergs Statements stammen aus einer Antwort auf eine Angestellten-Frage, wie sich Apples Abwesenheit bei dieser Gruppe auf das Meta-Ökosystem auswirke.

Meta setzt weiter auf Android

Bei seiner Ansprache erwähnt Zuckerberg auch, dass Meta versuche, „mehr Dinge mit Android interoperabel zu machen.“ Das ist insofern interessant, als Meta an einem eigenen XR Betriebssystem arbeitete, aber die Entwicklung stoppte und zu einem Android basierten OS zurückkehrte. Zuckerbergs Aussage impliziert, dass Meta auf absehbare Zeit weiter in Googles Android-Ökosystem bleibt.

Bei PCs habe sich der eher offenere Windows-Standard durchgesetzt, so Zuckerberg, bei Smartphones sei Apple mit dem geschlossenen iPhone-Ökosystem überaus erfolgreich gewesen. Für das Metaverse sei noch nicht raus, welcher Ansatz der bessere sei, glaubt Zuckerberg.

„Unser Ziel ist es, bis zum Ende des Jahrzehnts eine Milliarde Menschen in das Metaverse zu bringen, die Hunderte von Dollar pro Stück im digitalen Handel umsetzen“, sagt Zuckerberg. „Wenn wir das schaffen, werden wir innerhalb dieses Jahrzehnts ein Geschäft aufbauen, das so groß ist wie unser derzeitiges Anzeigengeschäft.“

Quellen: The Verge