MelodyVR will die führende VR-Streamingplattform für Konzerte und musikalische Auftritte werden und hat dazu Verträge mit allen wichtigen Plattenlabels geschlossen. Nach einem Jahr am Markt zieht das Unternehmen Bilanz.

Korrektur: Der MelodyVR-Dienst ist in Deutschland erhältlich.

MelodyVR erschien im Mai 2018 für Oculus Go und Samsung Gear VR. Hierzulande ist der Streamingdienst aus lizenzrechtlichen Gründen noch nicht erhältlich. Man kann die App zwar im Oculus Store herunterladen und starten, aber keine Inhalte ansehen.

Laut des Finanzberichts des Jahres 2018 beträgt der operative Verlust umgerechnet 13 Millionen Euro. Das Geld floss unter hauptsächlich in Mitarbeiter und den Ausbau der Infrastruktur. Den Ausgaben steht ein Umsatz von 1,4 Millionen Euro gegenüber, der durch verkaufte Inhalte und Verträge mit Partnern erzielt wurde.

Die Zahlen zeigen, dass MelodyVR viel Geld in eine zukünftige Marktführerschaft investiert, aber nur wenig Geld verdient, da der VR-Markt noch sehr klein ist.

MelodyVR plant Expansion auf Smartphones

Die VR-Streamingplattform NextVR spezialisiert sich auf die Übertragung von Sportereignissen und hat ein ähnliches Geschäftsmodell, aber auch ähnliche Schwierigkeiten, Geld zu verdienen: Das Unternehmen zog Anfang des Jahres die Notbremse und entließ rund die Hälfte der Mitarbeiter.

In MelodyVRs Jahresbericht steht, dass das Startup “verantwortungsvoll skalieren” und “gemäßigt expandieren” will. Die Geschäftsführung will weiter in Inhalte und neue Verträge investieren – und für zusätzliche Einnahmen auf Smartphones expandieren. Das Unternehmen plant offensichtlich einen Ausbau des Streamingdiensts, der ohne VR-Brille auskommt.

In der Kriegskasse des Startups befinden sich dem Bericht zufolge 22 Millionen Euro. 2018 erhielt das Unternehmen 23 Millionen Euro von Investoren.

Titelbild: MelodyVR, Quelle: London Stock Exchange

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