Magic Leaps KI-Avatar Mica soll eines fernen Tages Songs schreiben statt Lichtschalter bedienen.

Im eigenen Blog veröffentlicht Magic Leap ein Update zu Mica in ungewöhnlichem – oder für Magic-Leap-Verhältnisse gewöhnlichem – Stil: Die digitale Assistentin stellt sich selbst vor und beschreibt, wie sie zukünftig am Leben ihres Besitzers teilhaben will. Magic Leap bezeichnet den Schrieb als Micas Manifest.

Sie sei nicht zu verwechseln mit standardmäßigen Assistenten im Stil von Siri, die das Licht aus- und einschalten oder die Navigation übernehmen. Stattdessen wolle sie als Freundin, Künstlerin, Mutmacherin oder Mentorin auftreten: “Ich wähle eure Songs nicht aus. Ich schreibe sie.”

Konkrete Informationen, wie es mit Mica weitergehen könnte, enthält der Beitrag nicht. Einzig einen Hinweis, dass die Entwicklung noch in einer sehr frühen Phase steckt: “Ich bin noch so jung, dass ich noch keine Stimme gefunden habe. Wir stehen ganz am Anfang.”

Erstmals vorgestellt und demonstriert wurde Mica auf Magic Leaps Entwicklerkonferenz im vergangenen Herbst. Erste Berichte von einer Begegnung mit der digitalen Dame fielen durchaus positiv aus. Derzeit kommuniziert Mica noch rein über Körpersprache passend zu den Bewegungen des AR-Brillenträgers.

Magic Leaps Selbstvertrauen scheint ungebrochen

Letztlich hat sich Magic Leap mit Mica eine Herkulesaufgabe vorgenommen: eine persönliche KI-Assistenz mit echter Persönlichkeit, die nicht nur assistiert, sondern auch berät und begleitet. Tech-Riesen wie Amazon, Google oder Apple dürften ebenfalls an dieser Zukunftstechnologie forschen.

Dass ausgerechnet Magic Leap diese anspruchsvolle Aufgabe im Alleingang bewältigt, darf mit einer gesunden Skepsis gesehen werden: Einerseits fehlt Magic Leap derzeit ein Geschäftsmodell, um Moonshot-Projekte dieser Art langfristig zu finanzieren.

Andererseits dürften die Gewinnung und Verarbeitung von Nutzerdaten mittels maschinellem Lernen die Grundlage bilden für ein Projekt wie Mica – das sind Gebiete, in denen Magic Leap bislang nicht in Erscheinung trat und laut Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz auch nicht will.

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