Keanu Reeves: Was denkt der Matrix-Star über Metaverse-Erotik?

Keanu Reeves: Was denkt der Matrix-Star über Metaverse-Erotik?

Matrix-Star Keanu Reeves hätte kein Problem mit Metaverse-Erotik mit und an seinem digitalen Avatar. Die Realität schätzt er dennoch mehr.

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Anlässlich des Kinostarts von Matrix 4 sind Keanu Reeves (Neo) und Carrie-Anne Moss (Trinity) gerade auf Promo-Tour durch die USA. Jetzt, wo Firmen wie Meta oder Microsoft ins Metaverse drängen, scheint das Thema von Matrix 4 aktueller denn je – schafft sich die Menschheit eine eigene Matrix-Dystopie oder haben Film-Fiktion und Wirklichkeit nichts miteinander gemein? Reeves und Moss werden natürlich auch mit solchen Fragen abseits des eigentlichen Films konfrontiert.

Cyberpunk 2077: Avatar-Sex wäre ein Kompliment für Reeves

Mit seiner Gastrolle im Sci-Fi-Videospiel Cyberpunk 2077 begeisterte Reeves seine Fans – und weckte auch amouröse Gefühle: Sein Avatar wurde besonders häufig als digitaler Sex-Partner gewünscht. Aus lizenzrechtlichen oder moralischen Gründen ist die virtuelle Reeves-Paarung nicht auf offiziellen Wegen möglich.

Fans machten sie per inoffizieller Modifikation dennoch möglich, was das Entwicklungsteam CD Projekt zu einer Stellungnahme bewegte, in der es Spieler:innen dazu auffordert, „Modelle echter Personen […] nicht in Situationen zu verwenden, die als anstößig empfunden werden könnten, wenn du nicht ihre ausdrückliche Genehmigung hast.“

Dass sein Avatar ohne seine explizite Zustimmung digitalen Sex haben könnte, empfindet Reeves als schmeichelhaft – im Gegensatz zu seiner Filmpartnerin Carrie-Anne Moss, die sexuelle Handlungen mit oder an ihrem digitalen Selbst ablehnt.

„Denk mal daran, wie viel Geld man mit Erotik verdienen kann“, sagt Reeves. „Du müsstest nicht mal da sein und die Leute könnten digitalen Sex mit deinem digitalen Avatar haben.“

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Reeves fordert deutsche Ingenieure heraus

Die VR-Sex-Erfahrung könnte man dann noch mit „einem Anzug aus Schweden oder Deutschland“ haptisch erweitern, albert Reeves: „Dann hat man noch das VR-Ding, und die Erregungsmetriken und den Anzug im Metaverse-X … und dann zieht man alles aus, und wie fühlt man dann über seine echten Partnerschaften?“, fragt Reeves und nimmt an, dass die VR-Erfahrung die Begeisterung über die Realität eher stärkt: „Man hält dann die reale Sache und denkt sich: Gut, dass wir die Realität haben.“

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Ein Metaverse fest in Metas Hand hält Reeves übrigens für keine vielversprechende Idee: „Das Metaverse sollte nicht von Facebook erfunden werden. Das Konzept ist viel älter.“

Avatar-Erotik: Welche Rechte haben digitale Menschen?

Die gegensätzliche Perspektive von Reeves und Moss auf den Umgang mit ihrem digitalen Selbst zeigt, dass eine Diskussion darüber stattfinden sollte, was mit digitalen Avataren getan werden darf und was nicht.

Das US-Start-up Holodexxx etwa hat sich auf die fotorealistische 3D-Rekreation von Erotikstars spezialisiert, die dann als Avatar in verschiedenen Anwendungen für unterschiedliche Handlungen verfügbar sind. Holodexxx selbst hat sich drei ethische Leitlinien für VR-Erotik gesetzt: Holodexxx-Avatare sollen keiner Gewalt ausgesetzt, nicht diskriminiert und fair bezahlt werden.

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Quelle: The Verge