Ein Start-up kündigt eine Highend-VR-Brille zu einem Spottpreis für den PC an, die zu gut klingt, um wahr zu sein. Jetzt meldet sich der Gründer zu Wort: Die Skepsis könne er nachvollziehen.

Or Kuntzman, der Gründer von Megadodo Simulation Games, dem Unternehmen hinter der sehr günstigen Highend-PC-VR-Brille Decagear (wir berichteten), verrät mehr zu seinem Unternehmen und der geplanten Hardware: Derzeit habe das von ihm und einem weiteren Investor geführte Megadodo Simulation Games 19 Vollzeit-Angestellte, von denen 17 Ingenieure sind. Gegründet wurde das Unternehmen Anfang 2018 von Kuntzman.

Ursprünglich starteten Kuntzman und sein Team mit einem VR-Spiel, das dann in das Framework DecaSpace umgewandelt wurde. Dann folgte der Entschluss, eine VR-Brille (Vergleich) für Multiplayer-Erlebnisse zu bauen – daher unter anderem der Fokus auf das Gesichtstracking: Spieler sollen sich gegenseitig samt ihrer Mimik wahrnehmen können. Die VR-Brille soll alle 52 Ausdrücke des Facial Action Coding Systems erkennen.

Die aktuelle Hardware sei auf dem Weg in die Qualitätskontrolle: Die Software funktioniere, die verschiedenen Prototypen würden gerade per 3D-Drucker hergestellt. Ende des Jahres soll es die ersten Prototypen geben. Das ist mit Blick auf die angekündigte Veröffentlichung im Mai 2021 ein knapper Zeitrahmen.

SteamVR-Integration: Valve bestätigt Kontakt zum Decagear-Team

Valve bestätigt auf Nachfrage, dass es Kontakt mit Megadodo Simulation Games gab bezüglich der SteamVR-Integration, nicht aber zur VR-Brille selbst. “Wir freuen uns, die VR-Brille zu testen, wenn sie verfügbar ist”, heißt es in einem Valve-Statement.

Im eigenen Blog veröffentlicht Kuntzman einen Beitrag, in dem er unter anderem vollständige Kompatibilität mit allen SteamVR-Apps verspricht. Entwickler sollen über ein eigenes SDK auf die Brille zugreifen können.

“Ich glaube, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis VR traditionelle Spiele und Multiplayer-Spiele dominieren wird”, schreibt Kuntzman.

Als entscheidenden Baustein der VR-Zukunft sieht Kuntzman Cloud-Streaming, bei dem die Grafik von einer leistungsfähigen Grafikkarte in der Cloud und das Tracking lokal berechnet wird, um die Latenz gering zu halten. Kuntzman geht davon aus, dass Cloud-Streaming per 5G oder Wlan der neue VR-Standard wird. Decagear soll ein eigenes Wlan-Streaming-Zubehör erhalten.

“5G-Mobilfunknetze werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre weit verbreitet sein, und für Nutzer mit Gaming-PC und WiFi6 (ax)-Unterstützung könnte es schon jetzt funktionieren. VR könnte also sehr bald von überall her gestreamt werden”, schreibt Kuntzman.

Quellen: Road to VR / UploadVR

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