Wahrscheinlich ist es ein typisches Patent aus der Kategorie “man weiß ja nie”: Google patentiert Laufschuhe für VR-Anwendungen.

Das Patent beschreibt einen motorisierten Schuh mit Rollen oder ähnlichen runden Objekten an den Sohlen. Wenigstens einer der beiden Schuhe wird vom VR-Trackingsystem erfasst oder ist mit der VR-Brille verbunden.

Nähert sich der VR-Brillenträger der Grenze des Trackingbereichs, soll ein Motor in den Schuhen anspringen, der den Brillenträger zurück in den Trackingbereich rollert oder lenkt.

Ist er in der sicheren Zone angekommen, deaktiviert sich der Motor wieder. Das passiert auch, wenn die VR-Anwendung beendet wird.

Sieht kompliziert aus. Bild: Google, USPTO

Sieht kompliziert aus, der Rollenaufbau unter der Sohle. Bild: Google, USPTO

Ziel ist es, dass der Brillenträger gefühlt ohne Beschränkung durch die virtuelle Welt marschieren kann, auch wenn sein realer Bewegungsradius auf wenige Quadratmeter eingegrenzt ist.

Das Patent wurde im Mai 2018 eingereicht und am 15. November publiziert. Hier gibt’s eine Vorschau der Technik.

Googles VR-Laufschuh erinnert ein wenig an den kuriosen Rollschuh-Laufband-Schuh “Vortrex”, der vor ziemlich genau einem Jahr bei Indiegogo hätte finanziert werden sollen. Offenbar fehlte VR-Enthusiasten der Glauben an das Vorhaben, das Projekt sammelte nicht einmal 10.000 US-Dollar ein – 50.000 US-Dollar waren verlangt.

Erfolgreicher waren zuletzt die Cybershoes aus Wien. Die VR-Rollschuhe sind allerdings speziell für Sitzspieler entworfen worden.

Die Renaissance der Virtual Reality fördert zahlreiches absurdes Zubehör zu Tage. Zum Beispiel Rollschuh-Laufband-Schuhe.

Aus Vortrex wurde nix. Vielleicht macht es Google besser?

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