Facebook für jedermanns Nase: Ab 2021 soll es losgehen.

Auf der XR-Entwicklerkonferenz Facebook Connect gab Facebook-Chef Mark Zuckerberg ein Update zur Augmented-Reality-Strategie: Facebooks erste smarte Brille soll 2021 auf den Markt kommen und in puncto Formfaktor an eine herkömmliche Sonnenbrille erinnern.

Gezeigt wurde die Brille nicht, Details zur Funktion sind ebenso nicht bekannt. Laut The Verge soll kein Display integriert sein. Die Brille im Titelbild ist ein Hightech-Forschungsgerät – dazu später mehr.

Als Fertigungs- und Designpartner holte sich Facebook das Optik-Unternehmen EssilorLuxottica an Bord, vermarktet wird das Gerät unter dem Ray-Ban-Banner. Damit bestätigen sich frühere Gerüchte.

Project Aria: Die Zukunft von AR-Brillen hat weiter viele Fragezeichen

Laut Facebook-Chef Zuckerberg ist die erste smarte Brille nur ein Zwischenschritt zu technisch anspruchsvolleren Geräten, die die reale und digitale Welt glaubhaft und dauerhaft miteinander vermischen können. Das ist seit Jahrzehnten die Zukunftsvision der Augmented Reality.

Herstellen kann Facebook diese Zukunftsbrille auch 2021 und darüber hinaus noch nicht. Stattdessen steht weiter Grundlagenforschung an. Die technische Komplexität des Unterfangens ist enorm – das zeigt bereits der Aufbau des Forschungsgeräts “Project Aria”, das Facebook demonstrierte.

Bei der Präsentation von Project Aria wies Facebooks VR- und AR-Chef Andrew Bosworth explizit darauf hin, dass es sich bei dem gezeigten Modell um ein Forschungsgerät ohne integriertes Display handelt.

Facebook schickt Datensammler mit Kamerabrille auf die Straßen

Bei der Weiterentwicklung helfen sollen Facebook-Mitarbeiter und -Vertragspartner, die die Aria-Brille in den kommenden Monaten unter realen Bedingungen drinnen und draußen testen sollen. Facebook möchte in diesen Tests sowohl Daten zu technischen Faktoren wie dem 3D-Umgebungsscanning als auch zu sozialen Reaktionen sammeln.

Laut Bosworth sind sensible Orte wie beispielsweise Toiletten tabu für die Brillentester, darüber hinaus seien sie zum Beispiel gut an ihrer Kleidung erkennbar. Bosworth bringt diesen Hinweis aus gutem Grund: Die in der Brille verbauten Kameras müssen permanent die Umgebung filmen, um sich im Raum zu orientieren.

Das Datensammeln ist also Teil der Funktion des Geräts, ähnlich wie bei Facebooks VR-Brillen. Nur wiegt das im öffentlichen Raum noch deutlich schwerer. Wie gerade Facebook diese grundlegende Problematik beherrschen will, ging aus der Vorstellung nicht hervor. In den Testaufnahmen sollen zum Beispiel Gesichter oder Nummernschilder ausgeblendet und erst dann weiterverarbeitet werden.

Zumindest zeigte der Konzern in Person von Bosworth Problembewusstsein: “AR-Brillen können cool sein, aber sie sollten keine rosaroten Gläser haben.”

Weitere Informationen stehen auf der offiziellen Webseite zu Project Aria.

Weiterlesen über Facebooks XR-Strategie:

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