Nach jahrelangen Auseinandersetzungen vor Gericht legen Zenimax und Facebook ihren Rechtsstreit endgültig bei.

Zenimax wollte in dem komplizierten und langwierigen Rechtsstreit nachweisen, dass Oculus bei der Entwicklung von Oculus Rift von Zenimax gestohlene Forschungsergebnisse sowie Programmcode verwendete.

Der Streit drehte sich in erster Linie um Oculus-Technikchef John Carmack, der im Auftrag von Zenimax geschriebenen Code unerlaubt zu Oculus überführt haben soll.

Eine Anfang Februar 2017 angeordnete Strafzahlung über 500 Millionen US-Dollar wegen Vertragsbruch und Copyright-Verletzung seitens Oculus wurde im Juni 2018 auf 250 Millionen US-Dollar reduziert. Zwischenzeitlich wollte Zenimax sogar einen Verkaufsstopp für Oculus Rift erstreiten.

Variety und CNBC berichten, dass sich die beiden Unternehmen jetzt final außergerichtlich einigten. Der Streit soll endgültig beigelegt sein. Zuletzt war bekannt, dass Zenimax gegen die Strafreduzierung auf 250 Millionen US-Dollar Widerspruch einlegen wollte.

“Wir freuen uns, dass ein Vergleich erzielt wurde und sind mit dem Ergebnis voll zufrieden”, sagt Zenimax Geschäftsführer Robert Altman.

Facebook hält es knapp: “Wir freuen uns, den Streit hinter uns zu lassen und die VR-Zukunft weiter aufzubauen”, sagt ein Sprecher. Die Bedingungen des Vergleichs sind nicht bekannt.

Kommen Bethesda-Spiele in den Oculus Store?

Die Beilegung des Streits könnte dazu führen, dass VR-Spiele der Zenimax-Tochterfirma Bethesda wie Skyrim VR und Fallout 4 VR direkt im Oculus Store veröffentlicht werden. Zwar sind beide Titel mit Oculus Rift kompatibel, gekauft werden können sie jedoch nur in Valves Steam Store.

Der dritte namhafte Titel Doom VFR läuft bis heute offiziell nur mit HTC Vive und Windows Mixed Reality. Ein VR-Ableger der Shooter-Reihe Wolfenstein wurde auf der E3 2018 ebenfalls nur für Playstation VR und HTC Vive angekündigt.

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