Zenimax vs. Oculus: Zenimax verlangt weitere 500 Millionen US-Dollar

Zenimax vs. Oculus: Zenimax verlangt weitere 500 Millionen US-Dollar

Update vom 22. Juni 2017: 

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Die Anhörung fand wie geplant statt. Laut Ars Technica stellten Zenimax' Anwälte neue Forderungen gegenüber Oculus.

Zenimax will durchsetzen, dass Oculus über zehn Jahre hinweg eine Lizenzgebühr für die Nutzung des gestohlenen Programmcodes entrichtet, die 20 Prozent des Umsatzes mit Oculus-Hardware entspricht.

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Zenimax verlangt zudem weitere 500 Millionen US-Dollar von Oculus für Anwaltskosten und als Schadenersatz für "Falsche Angaben" (Anklagepunkt 7, siehe Update vom 2. Februar 2017). Zenimax' Anwälte argumentierten, dass die bisherigen 500 Millionen US-Dollar angesichts des anhaltenden Schadens, den Zenimax durch Oculus erleidet, unzureichend sind.

Die Summe von 500 Millionen US-Dollar würde Oculus nicht davon abhalten, den gestohlenen Programmcode weiterhin einzusetzen. Zenimax' Anwälte zitierten die Facebook-Managerin Sherly Sandberg, die nach dem Urteil von Anfang Februar sagte, dass die Schadenersatzzahlung keinen bedeutenden Einfluss auf Facebooks Finanzen hätten.

Anwälte von Oculus versuchten im Gegenzug geltend zu machen, dass Zenimax keinen Schaden durch Oculus erleidet. "Zenimax bietet keine Produkte an, die mit Oculus' VR-Plattformen und -Brillen konkurrieren", argumentierten die Anwälte.

Der zuständige Richter fällte am Tag der Anhörung noch keine Entscheidung und rief die Parteien zu einer außergerichtlichen Beilegung des Streits auf. Der Richter sagte, dass er diesen "großen, komplizierten Streit" lieber früher als später beigelegt sähe. Er warnte Zenimax und Oculus, dass sein Urteil für beide Streitparteien unangenehmer ausfallen könnte, als wenn sie unter sich eine Lösung finden.

Sollten sich Zenimax und Oculus nicht zeitnah einigen könnten, dürfte der Richter in den folgenden Tagen ein Urteil fällen.

Eine Zusammenfassung der Anhörung findet man auf Law360 (Registrierung erforderlich).

Update vom 20. Juni 2017: Ordnet das Gericht einen Verkaufsstopp an?

Anfang Februar wurde Oculus im Rechtsstreit mit Zenimax zu einer Schadenersatzzahlung von 500 Mio. US-Dollar verurteilt. Laut dem Gericht soll Oculus von Zenimax Programmcode entwendet und bei der Entwicklung von Oculus-Rift-Systemsoftware eingesetzt haben.

Zenimax gab sich mit diesem Urteil trotz eines Teilerfolgs nicht zufrieden und reichte beim Gericht eine Unterlassungsverfügung ein, um den Verkauf von Oculus-Produkten zu stoppen, die besagten Programmcode verwenden. Oculus wiederum focht das Urteil von Anfang April an und beantragte eine Neuverhandlung.

Nun berichtet Bloomberg, dass heute eine Anhörung der beiden Streitparteien stattfinden wird. Der Richter Ed Kinkeade wird danach entscheiden, ob und welchem Antrag stattgegeben wird.

Anwälte von Oculus argumentieren in einem Schreiben, dass ein Verkaufsstopp das Unternehmen und dessen Geschäftspartner und Kunden in eine Notlage bringen würde. "Ein Verkaufsstopp würde lediglich Zenimax dienen, das ihn als ein Druckmittel einsetzen will, um Geld aus Oculus herauszupressen", schreiben die Anwälte.

Oculus ließ des Weiteren verlauten, dass es sehr aufwendig werden würde, den fraglichen Programmcode aus der Software zu entfernen. Hierfür müsse das Unternehmen Programmierer einstellen, die eine Unzahl an Änderungen an der Software vornehmen müssten. "Die Durchführung würde langwierig, mühsam und kostspielig werden", heißt es in dem Schreiben.

Bloomberg schreibt, dass Oculus' Anwälte bei der Anhörung versuchen werden, das Urteil vom Februar anzufechten und die Geldstrafe auf 50 Millionen US-Dollar herunterzuhandeln. Dieser Betrag würde den Anwälten zufolge einer einmaligen Lizenzierung des umstrittenen Programmcodes entsprechen.

Laut Bloomberg ist es eher unwahrscheinlich, dass Zenimax beim Gericht einen Verkaufsstopp erwirken kann. Wenn der Richter entscheidet, dass Oculus in der Lage ist, ZeniMax finanziell zu entschädigen, dann sei es unwahrscheinlich, dass er einen Verkaufsstopp anordnet.

Bloomberg zufolge wird der Richter bei seiner Entscheidung mehrere Dinge berücksichtigen: Facebooks Chancen, das Urteil von Anfang Februar anzufechten, den potenziellen Schaden, den seine Entscheidung den Unternehmen zufügen könnte und das, was im öffentlichen Interesse ist.

Update vom 16. Mai 2017:

Anfang Februar fiel im Rechtsstreit zwischen Zenimax und Oculus das Urteil. Oculus wurde unter anderem dafür schuldig gesprochen, Programmcode entwendet zu haben, der vom damaligen Zenimax-Mitarbeiter John Carmack geschrieben wurde. Der Programmcode solle laut Zenimax bei der Entwicklung der Systemsoftware von Oculus Rift eingesetzt worden sein. Carmack wechselte später zu Oculus.

Nach diesem Urteil hat Zenimax eine Unterlassungsverfügung gegen Oculus eingereicht, mit dem Ziel, die Verkäufe von Hardware zu stoppen, die den fraglichen Quellcode einsetzen. Laut Anklage soll das die Systemsoftware von Oculus Rift und Samsung Gear VR betreffen. Letztere VR-Brille entwickelte Oculus zusammen mit Samsung.

Nun hat Zenimax Klage gegen Samsung eingereicht. Zenimax Hauptargument lautet, dass Samsung den fraglichen Programmcode für Gear VR einsetzte, obwohl das Unternehmen von Zenimax' Klage gegen Oculus Kenntnis hatte. Die Anklage lautet wie schon im Prozess gegen Oculus auf Verletzung des Urheberrechts. In diesem Punkt wurden Oculus für schuldig befunden.

Weitere Anklagepunkte gegen Samsung betreffen die Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen, unfairen Wettbewerb und ungerechtfertigte Bereicherung. Oculus wurde im Rahmen des früheren Gerichtsverfahrens ebenfalls in diesen drei Punkten angeklagt, jedoch vom Gericht freigesprochen.

Die Klage gegen Samsung könnte von dem früheren Urteil gegen Oculus profitieren, da die Systemsoftware von Samsung Gear VR vermutlich auf demselben Programmcode basiert, der auch bei Oculus Rift zum Einsatz kommt. Genau diesen Punkt des Urteils (Verletzung des Urheberrechts) will Oculus aber anfechten und hat zu diesem Zweck Anfang April einen Antrag auf eine Neuverhandlung des Falles gestellt. Zenimax versucht dies mit einem eigenen Antrag zu verhindern. Ob der Fall neu aufgerollt wird, muss nun das Gericht entscheiden.

Die vollständige Anklageschrift gegen Samsung findet man hier.

Update vom 10. Mai 2017:

Oculus hat vor einem Monat das Gerichtsurteil von Anfang Februar angefochten und auf eine Neuverhandlung des Verfahrens gepocht. Nun hat Zenimax das texanische Gericht aufgefordert, Oculus' Antrag abzuweisen.

Zenimax' Anwälte begründen dies damit, dass die Strafzahlung über 500 Millionen US-Dollar sehr viel geringer ausgefallen sei als von Zenimax gewünscht. Ursprünglich forderte Zenimax 2 Milliarden US-Dollar Schadenersatz von Oculus. Die Anwälte wiesen zudem Oculus' Vorwurf zurück, die Jury sei von den Anklägern in die Irre geführt worden.

"Der Antrag auf eine Neuverhandlung ist nicht mehr als ein frei erfundener Katalog haltloser Beschwerden", heißt es in dem Schreiben. "Sie sollten keine Rechtsmittel mehr ergreifen dürfen. Ihr Antrag sollte abgelehnt werden." Nun da beide Streitparteien ihren Standpunkt kundgetan haben, liegt es an dem Gericht, den Fall ruhen zu lassen oder neu zu eröffnen.

| Via: Upload VR

Update vom 11. April 2017:

Wie bereits angekündigt, fechtet Oculus VR das erste Urteil zugunsten von Zenimax an. In der Klageeinreichung schreibt Oculus, dass das erste Urteil entgegen einer eindeutigen Beweislage gefällt worden sei.

Außerdem sei es zu Unregelmäßigkeiten bei den Zeugenaussagen gekommen, sodass sich die Jury ein falsches Bild gemacht habe. Das Urteil der Jury sei inkonsistent und passe nicht zu den Beweisen, die Strafzahlung über 500 Millionen US-Dollar bezeichnet Oculus als überhöht. Der vollständige Antrag ist hier einsehbar.

Vor Gericht könnte es ein Wiedersehen geben: Oculus-Gründer Palmer Luckey ist ebenfalls Träger des Antrags. Er verließ das Unternehmen Anfang April. Luckey war einer der Hauptzeugen bei der ersten Verhandlung.

Zuletzt drohte Zenimax mit einer zweiten Klage gegen Oculus VR unter anderem mit dem Ziel, einen Verkaufsstopp von Oculus Rift zu erwirken. Da Facebook wieder aktiv wird, dürften sich auch die Anwälte von Zenimax zeitnah in Bewegung setzen.

| Via: Upload VR

Update vom 10. März 2017:

John Carmack, Oculus' technischer Leiter, hat gestern beim Gericht in Dallas eine persönliche Klage gegen Zenimax eingereicht.

Zum Hintergrund: Zenimax erwarb 2009 für 150 Millionen US-Dollar das Spielestudio id Software, das John Carmack 1991 mitgegründet hat. In der Klageschrift behauptet Carmack, dass Zenimax ihm von dieser Transaktion noch 22,5 Millionen US-Dollar schuldig sei. Zenimax solle sich weigern, seiner Zahlungspflicht fristgerecht nachzukommen.

Laut Carmack sei der Grund in Zenimax' Anschuldigungen zu finden, Carmack habe gegen den Arbeitsvertrag verstoßen und geistiges Eigentum des Unternehmens entwendet, als er zu Oculus wechselte. In letzterem Punkt wurde Carmack im Rahmen des Rechsstreits zwischen Oculus und Zenimax vom Gericht schuldig gesprochen.

Dem US-Blog Upload VR wurde mittlerweile eine Stellungnahme von Zenimax zugespielt. Darin weist Zenimax Carmacks Ansprüche zurück und wiederholt die Anklagepunkte, in denen Carmack schuldig gesprochen wurde. Angeblich habe Carmack schon während des Rechtstreits versucht, seine Ansprüche geltend zu machen, diese seien von der Jury jedoch zurückgewiesen worden. Die neue Anklageschrift sei also schon sein zweiter Versuch, Zenimax zu einer Zahlung zu bewegen.

Es folgt die Stellungnahme im Wortlaut:

[blockquote right="pull-right" cite="Zenimax"]We have reviewed John Carmack’s latest legal complaint which is completely without merit.

We note that this is Mr. Carmack’s second complaint against ZeniMax. In the recently completed trial of ZeniMax Media Inc. et al v Oculus VR et al, in which Mr. Carmack  was a named Defendant, and in which ZeniMax was awarded $500 million in damages for misappropriation of its intellectual property, Carmack had counterclaimed, seeking damages for ZeniMax’s alleged violations of his employment agreement. The jury flatly rejected Mr. Carmack’s complaint, and found for ZeniMax.  Mr. Carmack was personally found guilty by the jury of the theft of ZeniMax’s property, including thousands of confidential ZeniMax documents he secretly took when he quit his employment, and his theft of the entire source code to id’s latest game, RAGE, including the id tech 5 engine. In addition to those crimes, it was revealed by an independent court-appointed computer forensics expert, that upon receiving notice of the Oculus lawsuit, the files on Mr. Carmack’s Oculus computer were intentionally wiped–destroying the evidence, and that a sworn affidavit Carmack filed with the Court denying the wiping was false. The wiping occurred right after Mr. Carmack researched on Google how to wipe a hard drive. And there was much more.

Apparently lacking in remorse, and disregarding the evidence of his many faithless acts and violations of law, Mr. Carmack has decided to try again. We look forward to presenting our response to Mr. Carmack’s latest allegations in Court.

[/blockquote]

Ob Zenimax Carmack wirklich Geld schuldet, ist unklar. Laut Gamasutra basieren Carmacks Ansprüche auf einem Schuldbrief, den dieser in Aktien des Unternehmens umwandeln möchte. Der Wert dieser Aktien beträgt 22,5 Millionen US-Dollar. Laut der Anklageschrift verweigere Zenimax ihm diese Umwandlung. Der Schuldbrief werde ihm Laufe des Jahres verfallen, so Gamasutra.

Upload VR hat Carmacks Anklageschrift in voller Länge als PDF hochgeladen. Man findet sie hier.

Update vom 24. Februar 2017:

Der Rechtsstreit zwischen Zenimax und Oculus VR geht in die nächste Runde.

Nach dem Urteil gegen Oculus VR von Anfang Februar, deuteten beide Unternehmen an, dass sie den Fall weiterziehen. Die Anwälte von Oculus VR stellten in Aussicht, das Urteil anzufechten und in Berufung zu gehen, während Zenimax' Anwälte damit drohten, ein gerichtliches Unterlassungsurteil gegen Produkte von Oculus VR anzustreben. Beide Szenarien bewahrheiten sich nun.

Zenimax hat gestern beim selben texanischen Gericht einen Antrag auf eine Unterlassungsverfügung gegen Oculus VR eingereicht. Oculus VR wurde Anfang Februar vom Gericht schuldig gesprochen, in seinen SDKs Quellcode von Zenimax zu verwenden. Nun will Zenimax auf Basis dieses Urteils einen gerichtlichen Unterlassungsbefehl durchsetzen.

Der fragliche Quellcode betrifft Systemsoftware für Oculus Rift und Samsung Gear VR, sowie die Integration von Oculus-Software in die Unreal Engine und Unity Engine. Welche Folgen eine Unterlassungsverfügung haben könnte, ist noch unklar. Wahrscheinlich möchte Zenimax mit seinen neuerlichen Vorstoß Oculus VR zu einer außergerichtlichen Beilegung des Streits zwingen. Diese dürfte das Unternehmen weitaus teurer zu stehen kommen als die 500 Mio. US-Dollar, zu der es Anfang Februar verurteilt wurde.

Oculus VR reagiert derweil gelassen. Laut CNET ließ ein Pressesprecher des Unternehmens verlauten: "Zenimax' Antragsschrift ändert nichts an der Tatsache, dass das Urteil rechtlich gesehen fehlerhaft und faktisch gesehen ungerechtfertigt ist." Und weiter: "Wir werden einen eigenen Antrag stellen, um das Urteil der Jury aufzuheben und, falls notwendig, in Rekurs gehen, um diesen Rechtsstreit zu einem Ende zu bringen."

Zenimax' Antrag auf Unterlassung wurden vom US-Blog Upload VR hochgeladen. Man findet die Dokumente hier und hier.

Update vom 3. Februar 2017:

John Carmack veröffentlichte über Facebook eine ungewöhnlich lange Stellungnahme zum Gerichtsprozess:

In dem Beitrag antwortet der Programmierer auf Zenimax' Anschuldigungen, er habe für die Entwicklung des Rift-Prototyps auf Quellcode seines ehemaligen Arbeitgebers zurückgegriffen. In diesem Punkt wurde Carmack von der Jury schuldig gesprochen.

Carmack schreibt, dass er weder Quellcode von Zenimax verwendet, noch Beweise vernichtet habe. Zenimax habe beim Gerichtsprozess einen Experten aufgeboten, der die Jury mit unlauteren Methoden davon überzeugen sollte, dass Carmack auf Quellcode der Firma zurückgegriffen habe, behauptet Carmack. Der Experte soll beim Vergleich der beiden Quellcodes die technische Unerfahrenheit der Jury ausgenutzt haben.

Carmack macht darauf aufmerksam, dass der Bericht des Experten nicht öffentlich zugänglich sei. "Das ist sicher absichtlich so - wenn die Quellcode-Beispiele veröffentlicht würden, würde das Internet sich über die Analyse lustig machen."

Mittlerweile hat Zenimax auf Carmacks Worte mit einer eigenen Stellungnahme geantwortet:

[blockquote right="pull-right" cite="Zenimax"]In addition to expert testimony finding both literal and non-literal copying, Oculus programmers themselves admitted using ZeniMax’s copyrighted code (one saying he cut and pasted it into the Oculus SDK), and Brendan Iribe, in writing, requested a license for the “source code shared by Carmack” they needed for the Oculus Rift. Not surprisingly, the jury found ZeniMax code copyrights were infringed. The Oculus Rift was built on a foundation of ZeniMax technology.

As for the denial of wiping, the Court’s independent expert found 92% of Carmack’s hard drive was wiped—all data was permanently destroyed, right after Carmack got notice of the lawsuit, and that his affidavit denying the wiping was false.[/blockquote]

In der Stellungnahme weist Zenimax Carmacks Behauptungen zurück und beharrt darauf, dass der Bericht ihres Experten wahrheitsgemäß sei. Programmierer von Oculus hätten selbst zugegeben, Quellcode kopiert zu haben. Was die Vernichtung von Beweismaterial angehe, schreibt Zenimax, dass ein unabhängiger Experte festgestellt habe, dass ein Großteil der Daten auf Carmacks Festplatte gelöscht worden sei, nachdem Oculus von Zenimax verklagt wurde.

Update vom 2. Februar 2017:

Mittlerweile sind neue Einzelheiten bekannt geworden. Der Techcrunch-Redakteur Lucas Matney twitterte, wie sich die Strafzahlung von 500 Mio. US-Dollar zusammensetzt:

Techchrunch hat eine Übersicht der Anklagepunkte zusammengestellt. Aus dieser lässt sich ersehen, in welchen Punkten Oculus VR schuldig gesprochen wurde. Vom ersten und gewichtigsten Vorwurf, der Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen, wurde Oculus VR freigesprochen. Für schuldig befunden wurde Oculus VR hingegen in Punkt 2 (Verletzung des Urheberrechts), 3 (Bruch des Geheimhaltungsvertrags) und 7 (Falsche Angaben).

  1. Common Law Misappropriation of Trade Secrets
    The big one: ZeniMax claims that its trade secrets revealed to Luckey under NDA and known to a handful of ex-ZeniMax employees now at Oculus have been used to build the Rift headset’s core technologies.
  2. Copyright Infringement
    Oculus and its team utilized ZeniMax’s “DOOM 3: BFG Edition” as a title to showcase the Rift to investors which ZeniMax claims was done without its permission. More salacious is the claim that some of the SDKs which Oculus VR distributed utilized ZeniMax code.
  3. Breach of Contract
    Here, ZeniMax claims that Luckey violated the terms of a non-disclosure agreement which he signed on May 24, 2012.
  4. Unfair Competition
    Basically, by using ZeniMax’s trade secrets to build the Rift, the company claims Oculus has taken away their ability to release a VR product based on their own unique technologies.
  5. Unjust Enrichment
    ZeniMax suggests here that Oculus VR and its employees have unjustly profited off ZeniMax technologies to the tune of billions of dollars.
  6. Trademark Infringement
    Again, ZeniMax calls out Oculus VR for using owned trademarks like that of “DOOM 3: BFG Edition” without the company’s permission, a claim Oculus has denied is accurate.
  7. False Designation 
    Finally, ZeniMax claims that Oculus VR purposefully misled the public into thinking that their headset was endorsed by ZeniMax or its employees or was in some way affiliated with the company or its products.

Palmer Luckey und der ehemalige Oculus-CEO Brendan Iribe wurden in letztem Punkt für schuldig befunden und müssen 50 bzw. 150 Mio. US-Dollar Strafe zahlen. Das Unternehmen selbst ist Zenimax 300 Mio. US-Dollar schuldig. Für Facebook dürfte das leicht zu verschmerzen sein angesichts der 4 Milliarden US-Dollar, die Zenimax ursprünglich von Facebook verlangte. Laut Techcrunch soll Zenimax sogar noch mehr verlangt haben: Entgegen früherer Aussagen waren 6 und nicht 4 Milliarden US-Dollar an Schadensersatzzahlungen veranschlagt.

Beide Streitparteien veröffentlichten nach dem Urteil Stellungnahmen. Oculus ließ verlauten:

[blockquote right="pull-right"]The heart of this case was about whether Oculus stole ZeniMax’s trade secrets, and the jury found decisively in our favor. We’re obviously disappointed by a few other aspects of today’s verdict, but we are undeterred. Oculus products are built with Oculus technology. Our commitment to the long-term success of VR remains the same, and the entire team will continue the work they’ve done since day one – developing VR technology that will transform the way people interact and communicate. We look forward to filing our appeal and eventually putting this litigation behind us.[/blockquote]

In der Stellungnahme hebt Oculus VR hervor, dass das Unternehmen vom Hauptanklagepunkt freigesprochen wurde. Oculus VR wolle sich jetzt wieder an die Arbeit machen, um für den langfristigen Erfolgen von Virtual Reality zu sorgen. In der Stellungnahme heißt es ebenfalls, dass Oculus VR das Urteil anfechten und in Berufung gehen werde.

Die offizielle Stellungnahme von Zenimax lautet:

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[blockquote right="pull-right"]We are pleased that the jury in our case in the U.S. District Court in Dallas has awarded ZeniMax $500 million for Defendants’ unlawful infringement of our copyrights and trademarks, and for the violation of our non-disclosure agreement with Oculus pursuant to which we shared breakthrough VR technology that we had developed and that we exclusively own. In addition, the jury upheld our complaint regarding the theft by John Carmack of RAGE source code and thousands of electronic files on a USB storage device which contained ZeniMax VR technology. While we regret we had to litigate in order to vindicate our rights, it was necessary to take a stand against companies that engage in illegal activity in their desire to get control of new, valuable technology.[/blockquote]

Zenimax schreibt, dass es froh sei, dass das texanische Gericht dem Unternehmen 500 Mio. US-Dollar für die Verletzung des Urheberrechts und den Bruch des Geheimhaltungsvertrags zugesprochen habe. Polygon berichtet derweil, dass Zenimax ebenfalls erwägt, den Fall weiterzuziehen und einen gerichtlichen Unterlassungsbefehl anzustreben, um den Verkauf von Oculus Rift zu unterbinden. Damit dürfte uns dieser Rechtstreit also noch eine Weile beschäftigen.

Wer sich für die Details des Urteilsspruchs interessiert, kann das betreffende 90-seitige Dokument hier einsehen. Das Dokument wurde vom US-Blog Upload VR hochgeladen.

Update vom 1. Februar 2017:

Das US-Blog Upload VR meldet, dass die Jury ein Urteil gefällt habe.

Bis jetzt bekannt ist, dass die Jury entschieden hat, dass Oculus VR keine Geschäftsgeheimnisse von Zenimax veruntreut habe. Die Jury entschied außerdem, dass Palmer Luckey sich nicht an den im Sommer 2012 vereinbarten Geheimhaltungsvertrag mit Zenimax gehalten habe. Facebook muss Zenimax deshalb 500 Mio. US-Dollar zahlen.

Noch sind nicht alle Einzelheiten bekannt. Wir bleiben dran.

Update vom 27. Januar 2017:

Polygon berichtet vom letzten Verhandlungstag, an welchem die Anwälte beider Parteien ihre Schlussplädoyers hielten.

Das Hauptargument von Anthony Sammi, dem Anwalt von Zenimax und Bethesda, lautete: Wenn Oculus das Wissen gehabt hätte, um den Prototyp von Oculus Rift zu entwickeln, wieso mussten sie dann auf Carmacks Wissen zugreifen? Sammi behauptete erneut, dass Carmack eine Schlüsselfigur bei der Entwicklung des Prototyps gewesen sei, dass Programmiercode des Unternehmens entwendet worden sei und dass E-Mails, die dies bezeugten, gelöscht worden waren, um Beweise zu vernichten. Sammi machte daraufhin einen Anspruch auf Schadenersatz im Umfang von 4 Milliarden US-Dollar geltend.

Danach hielt die Verteidigung ihr Schlussplädoyer. Das Hauptargument der Oculus-Anwältin Beth Wilkinson war, dass Zenimax' Klage nicht von Fakten, sondern von Neid, Wut und Scham getrieben sei. Wilkinson wollte aufzeigen, dass Zenimax nie Interesse an Virtual Reality hatte, obwohl sie von Anfang an wussten, welche Pläne Oculus hatte. Sie zitierte unter anderem den CEO von Zenimax, Robert Altman, der sich in einer E-Mail abfällig über Virtual Reality äußerte. Gegen das Ende des Schlussplädoyers verwies Wilkinson noch einmal darauf hin, dass eine eingehende Untersuchung ergeben hätte, dass kein Programmcode gestohlen worden sei.

Die Jury wird voraussichtlich nächste Woche eine Entscheidung treffen.

Update vom 20. Januar 2017:

Ein umfangreicher Bericht von Polygon enthüllt neue Einzelheiten zum Gerichtsfall.

Gestern trat der ehemalige Oculus-CEO Brendan Iribe in den Zeugenstand und sprach über Verhandlung mit id Software, die im September 2012 stattgefunden haben. John Carmack arbeitete damals noch bei id Software, das Spielestudio, das er einst selbst gegründet hatte und das Zenimax gehörte.

Der Oculus-CEO sagte vor Gericht aus, dass er dem damaligen Leiter von id Software, Todd Hollenshead, zwei Prozent Anteile an Oculus angeboten habe. Dies als Gegenleistung für die Hilfe, die Oculus von John Carmack bei der Entwicklung des Rift-Prototyps erhalten hat. Außerdem hätte Iribe weitere Anteile in Aussicht gestellt, falls Zenimax in Oculus investieren wolle.

Zenimax hätte dieses Angebot ausgeschlagen und stattdessen ganze 15 Prozent an Anteilen verlangt. Dies hätte zu einem Treffen zwischen Vertretern von Oculus und Zenimax geführt, an welchem auch der Leiter von Bethesda Softworks, Vlatko Andonov, anwesend war. Bethesda Softworks gehört ebenfalls Zenimax.

Die Verhandlungen hätten zu nichts geführt, sagte Iribe. Der Studioboss solle den Oculus-Vertretern gegenüber in herablassender Art geäußert haben: "Ihr seid bloß Kinder, ihr solltet mit uns arbeiten." Iribe zufolge habe Andonov damit gedroht, Carmack die Arbeit an Virtual Reality zu verbieten, falls Oculus den Vertrag nicht unterschriebe. Carmack und vier weitere Mitarbeiter von id Software haben das Spielestudio später verlassen und sind zu Oculus VR gewechselt.

Update vom 19. Januar 2017:

Gestern trat Palmer Luckey in den Zeugenstand. Er betrat den Gerichtssaal in einem blauen Anzug und einer roten Krawatte.

Luckey wurde in den ersten Stunden von Zenimax-Anwälten ins Kreuzverhör genommen. Die Anwälte warfen Luckey vor, einen Geheimhaltungsvertrag mit Zenimax gebrochen zu haben, als er im Sommer 2012 auf der E3 Journalisten seinen Rift-Prototyp vorgeführt habe. John Carmack, damals noch Mitarbeiter von id Software und Zenimax, hätte softwareseitig maßgeblich zu dem Prototyp beigetragen, so die Ankläger.

Die Strategie der Verteidigung war, Palmer Luckey als ein technisches Wunderkind darzustellen, das auch allein in der Lage wäre, eine VR-Brille zu konstruieren. Damit sollte die Rolle von Carmack und Zenimax bei der Entwicklung des Rift-Prototypen heruntergespielt werden.

Nach Luckey trat der ehemalige CEO von Oculus VR, Brendan Iribe, in den Zeugenstand. Auch hier wollten die Ankläger aufzeigen, dass Iribe Zenimax' Geheimhaltungsvertrag gebrochen hat. Die Verteidigung hingegen versuchte mit gezielten Fragen den Eindruck zu erwecken, dass Iribe sich keines Vergehens schuldig gemacht habe. Iribe verneinte bei jeder Frage, dass geistiges Eigentum von Zenimax verwendet worden sei, um den Prototyp zu bauen.

Polygon schreibt, dass ein Gerichtsurteil zugunsten von Zenimax im schlimmsten Fall zu einem kompletten Verkaufsstop von Oculus-Produkten führen könnte, Samsung Gear VR eingeschlossen. Mehr Einzelheiten zum gestrigen Verhandlungstag sind hier zu finden.

Zweites Update vom 17. Januar 2017:

Ein Reporter der New York Times berichtet über die Vernehmung von Marc Zuckerberg. Gemeinsam mit Zuckerberg betrat Oculus-Gründer Palmer Luckey den Gerichtsraum - letztgenannter war ausgerüstet mit einem pinken Schlips.

In einem Statement zu Beginn der Verhandlung bezeichnete Zuckerberg die Forderungen von Zenimax als nicht glaubhaft. Es sei normal, dass nach einem großen Deal "alle möglichen Leute" auftauchen würden, um davon zu profitieren.

Über John Carmack sagt Zuckerberg, dass dieser "sehr viel" Geld bei der Übernahme von Oculus VR erhalten habe. Zuckerberg enthüllte außerdem, dass die Kosten für die Übernahme von Oculus VR bei fast drei Milliarden US-Dollar lagen. Zusätzliche Kosten fielen insbesondere im Bereich Personal an.

Das Ziel der Übernahme sei es gewesen, dass Facebook - anders als beim Smartphone - nicht die Entwicklung eines neuen Marktes verpassen wolle. Die Abwicklung innerhalb eines Wochenendes habe sehr schnell stattgefunden.

Den eigenen Nutzern möchte Facebook eines Tages die Möglichkeit geben, einen Moment so einzufangen, wie er passiert ist. Es brauche noch fünf bis zehn Jahre, um diese Vision vollständig zu realisieren. "Ich denke, dass gute Virtual Reality noch nicht existiert", sagt Zuckerberg. Sein Unternehmen werde in den nächsten zehn Jahren wahrscheinlich weitere 3 Milliarden US-Dollar investieren müssen, um mit Virtual Reality den Massenmarkt zu erobern.

Den Austausch zwischen Zuckerberg und dem Anwalt von Zenimax bezeichnet der Reporter als hitzig. Unter anderem fragte der Anwalt den Facebook-Chef: "Wenn Du mein Fahrrad klaust, es neu anmalst und eine andere Klingel dran schraubst, ist es dann dein Fahrrad?". Zuckerberg beantwortete die Frage mit "Nein". Im Kreuzverhör musste Zuckerberg unter anderem Auskunft geben zur technischen Entwicklung von Plattformen, Code und Software.

Erstes Update vom 17. Januar 2017:

Das US-Blog Upload VR berichtet, dass Zenimax eine neue Stellungnahme publiziert hat. Darin heißt es, dass Zenimax vor Gericht Beweise vorlegen wird, die zeigen sollen, dass die Angeklagten Geschäftsgeheimnisse und Programmcode des Unternehmens entwendet. Zenimax will zudem beweisen, dass die Angeklagten versucht hätten, diese Vorgänge zu vertuschen, indem sie Beweise zerstört hätten.

Das Statement im Original:

[blockquote right="pull-right"]"With the start of the trial of our case in Federal District Court in Dallas against Defendants Facebook, Oculus and its management, ZeniMax and id Software welcome the opportunity to present substantial evidence of the Defendants’ misappropriation of our Virtual Reality (VR) intellectual property. That evidence includes the theft of trade secrets and highly confidential information, including computer code. ZeniMax will also present evidence of the Defendants’ intentional destruction of evidence to cover up their wrongdoing. ZeniMax and id Software are the visionary developers of breakthrough VR technology, and look forward to the vindication of our claims."[/blockquote]

Mark Zuckerberg tritt heute in den Zeugenstand. VRODO wird über die weiteren Ereignisse berichten.

Update vom 15. Januar 2017:

Die Verhandlungen in Dallas haben begonnen. Facebook-Chef Marc Zuckerberg soll am 17. Januar aussagen, auch Palmer Luckey und der frühere Oculus-CEO Brendan Iribe werden vor Gericht gebeten.

Die Richter widersprachen einem Einwand der Facebook-Anwälte, die verhindern wollten, dass Zuckerberg in den Zeugenstand muss. Für Oculus-Mitgründer Luckey ist es der erste öffentliche Auftritt nach seiner Politaffäre im September 2016.

In einer Ansprache zu Beginn der Verhandlungen bezeichnete Tony Sammi, Anwalt von Zenimax, die Übernahme von Oculus VR durch Facebook als "einen der größten Technologiediebstähle aller Zeiten". Der Prozess läuft noch rund drei Wochen.

Bereits im Zeugenstand war Oculus-Technikchef John Carmack, der im Zentrum des Rechtsstreits steht. Er soll es gewesen sein, der vertrauliches Wissen von Zenimax bei der Entwicklung von Oculus Rift eingebracht hat.

Im Zeugenstand hielt Carmack daran fest, dass das Rift-System von Oculus-Mitgründer Palmer Luckey entwickelt wurde. Laut dem Anwalt von Zenimax soll Luckey nur die "billigen Linsen" beigesteuert haben.

Update vom 11. Januar 2017:

Im Vorfeld des Rechtsstreits verteilt Oculus VR eine Stellungnahme. Man bedauere, dass es zu einem "verschwenderischen Rechtsstreit" käme und dass Zenimax nicht die Vision, Expertise oder Geduld gehabt hätte, die Technologie für Oculus Rift zu entwickeln. Man würde den Fall gerne vor Gericht präsentieren.

Statement im Original:

[blockquote right="pull-right"]"We're eager to present our case in court. Oculus and its founders have invested a wealth of time and money in VR because we believe it can fundamentally transform the way people interact and communicate. We're disappointed that another company is using wasteful litigation to attempt to take credit for technology that it did not have the vision, expertise, or patience to build."[/blockquote]

Update vom 10. Januar 2017:

Der Rechtsstreit zwischen Zenimax und Oculus VR beginnt in diesen Tagen vor einem Gericht in Dallas. Zenimax hält an der Aussage fest, dass Oculus' Technikchef John Carmack relevante Informationen aus dem Unternehmen entwendet hat, um Palmer Luckey dabei zu helfen, seinen einfachen Prototyp in eine brauchbare VR-Brille umzubauen. Das gilt sowohl für Hard- als auch Software.

Zenimax möchte auch Facebook-Chef Marc Zuckerberg in den Zeugenstand berufen. Ihm wird vorgeworfen, dass er bei seiner Übernahme im Frühjahr 2014 genau wusste, dass die Kerntechnologie des Produkts bei Zenimax entwendet wurde. Die Gründergeschichte um Palmer Luckey als Erfinder der Technologie soll laut Zenimax komplett erfunden sein.

Dass an den Vorwürfen von Zenimax etwas dran sein könnte, zeigt unter anderem Carmacks Verteidigung. Er gibt an, dass Zenimax es geduldet habe, dass er mit Oculus VR kooperiert, da es sich seinerzeit nicht um einen direkten Konkurrenten bei der Spieleentwicklung gehandelt hätte. Auch die öffentliche Weitergabe seiner Virtual-Reality-Forschung sei gestattet gewesen.

Carmack habe dem Unternehmen außerdem angeboten, als Investor vom Erfolg von Oculus VR zu profitieren oder mit dem Wissen eine eigene VR-Brille zu bauen. Diese Vorschläge wurden seitens Zenimax abgelehnt.

Update vom 30. Oktober: Angeblich belastendes Material auf Carmacks Festplatte gefunden

Wie Polygon berichtet, wurde offenbar belastendes Material auf John Carmacks Festplatte gefunden. Dieses soll nachweisen, dass Verantwortliche von Oculus VR unter Eid Falschaussagen getätigt haben. Das Material liegt nun bei Zenimax zur Sichtung. Oculus VR hat zwei Wochen Zeit, um auf die neuerlichen Vorwürfe zu reagieren. Ebenso muss Samsung innerhalb der nächsten drei Wochen Details zur Kooperation mit Oculus zu Gear VR offenlegen.

John Carmack ist der Technikchef von Oculus VR und eine entscheidende Figur der neuen VR-Branche. Er verhalf Palmer Luckey zu deutlich mehr Aufmerksamkeit, als dieser an seinen ersten Prototypen für Oculus Rift bastelte. Ohne Carmacks Unterstützung und guten Namen wäre Luckey womöglich bereits an der Kickstarter-Kampagne gescheitert. Carmack soll Luckey für die Entwicklung von Oculus Rift Wissen zur Verfügung gestellt haben, das bei Zenimax erarbeitet wurde.

Ursprünglicher Artikel vom 23. August 2016: Oculus VR vs. Zenimax: Der Rechtsstreit geht in die nächste Runde

Lange Zeit war es still in der Streitsache zwischen Zenimax und Oculus VR. Jetzt erhebt Zenimax neue Vorwürfe - und die haben es in sich.

Zenimax ist der frühere Arbeitgeber von John Carmack. Das Unternehmen besitzt namhafte Entwicklerstudios wie Bethesda und hält die Rechte an bekannten Spielemarken wie Fallout oder Doom, für die bereits Virtual-Reality-Adaptionen in Entwicklung sind.

Zenimax behauptet, dass die grundlegende Entwicklungsarbeit für Oculus Rift nicht in Palmer Luckeys Garage, sondern in den eigenen Büros geleistet wurde. John Carmack, mittlerweile Technikchef bei Oculus VR, soll das Wissen vor seinem Wechsel zu Oculus VR widerrechtlich entwendet haben.

In der aktualisierten Klage spricht Zenimax davon, dass John Carmack kurz vor dem Ende seiner Anstellung "tausende Dokumente von einem Computer auf einen USB-Stick" kopiert habe. Diese Dateien seien nach seinem Weggang nicht zurückgegeben worden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll Carmack an seinen alten Arbeitsplatz zurückgekehrt sein, um "ein maßgeschneidertes Werkzeug für die Entwicklung von VR-Technologie" zu entwenden.

Luckey fehlte laut Zenimax das Know-how für die Entwicklung von Oculus Rift

Palmer Luckey, der in der öffentlichen Wahrnehmung als Garagenbastler die Rift-Brille erfunden hat, soll laut Zenimax weder das Wissen noch die Ressourcen gehabt haben, um kommerziell brauchbare VR-Technologie zu entwickeln. "Seine Fertigkeiten im Programmieren waren rudimentär", heißt es in der Anklageschrift. Luckey soll Programmcode von Zenimax verwendet habe, um den Rift-Prototypen zu demonstrieren. Er soll bei der Entwicklung des Codes "keinen nennenswerten Beitrag" geleistet haben. Ebenso wird Oculus-Geschäftsführer Brendan Iribe belastet. Er hätte über alle Vorgänge Bescheid gewusst und gezielt den Garagen-Mythos um Palmer Luckey geprägt.

Auch Facebook soll vor der Übernahme von Oculus VR über die Beschwerde seitens Zenimax informiert gewesen sein, sich aber bewusst darüber hinweggesetzt haben. Zenimax besteht auf eine Gerichtsverhandlung.

In einer Stellungnahme bezeichnet Oculus VR die Anklageschrift als "einseitige Interpretation seitens Zenimax". Die Anklage sei unbegründet und die Vorwürfe sollen vor Gericht geklärt werden.

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