Facebook: VR-Werbung kommt – soll aber nicht so schlimm werden

Facebook: VR-Werbung kommt – soll aber nicht so schlimm werden

Für Facebook sind Werbeanzeigen auch bei VR ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, um Kosten für Inhalte und Hardware gering zu halten.

Facebook bietet die VR-Brille Oculus Quest 2 (Test) zu einem niedrigen Preis an, den sich kaum ein anderes Unternehmen am Markt leisten kann. Es ist nicht nur die günstige Hardware – hinter Oculus Quest 2 stecken jahrelange Investitionen in Milliardenhöhe für Forschung, Entwicklung und Inhalte.

Leisten kann sich Facebook das, weil es an anderer Stelle reichlich verdient – mit Online-Werbung.  Immer mehr Menschen nutzen Facebook-Services und sehen Werbeanzeigen. Allein im ersten Quartal 2021 lag Facebooks Umsatz, der hauptsächlich aus Werbeerlösen besteht, bei 26 Milliarden US-Dollar. Das ist eine Steigerung von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

VR-Werbung kommt – Facebook will auf die Qualität achten

Bei einer Instagram Frage-Antwort-Runde spricht Facebooks XR-Manager Andrew Bosworth über Werbeanzeigen für und in VR – also zum Beispiel Banner in der Oculus-App, virtuelle Plakatwände oder gesponsorte 3D-Gegenstände.

Bosworth bestätigt, dass Facebook in Zukunft „wahrscheinlich“ mehr Werbung schalten will, als es aktuell der Fall ist: „Ich denke nicht, dass du sie so sehr hassen wirst, wie es deine Frage suggeriert“, antwortet Bosworth dem Fragesteller.

Facebook wolle auf Qualität achten, damit Werbung nicht „aufdringlich“ oder „schlecht“ werde. „Es liegt an uns, für eine gute Erfahrung zu sorgen. […] Es gibt schon einige Anzeigen und wahrscheinlich kommen mehr.“

Werbung wichtig fürs App-Ökosystem

Für Entwickler können Werbeanzeigen eine lukrative Zusatz- oder sogar Haupteinnahme sein oder dafür sorgen, dass ihr Spiel oder die App überhaupt wahrgenommen wird. In der Oculus-App gibt es bereits Werbeanzeigen.

Bosworth bezeichnet Werbung als „super wichtig“, insbesondere mit Blick auf die Games-Distribution: „Installations-Werbung für Mobile Apps haben das Casual Gaming für eine ganze Generation von Spielern ermöglicht. Casual Gaming ist, insbesondere auf dem Höhepunkt des mobilen Booms, größer als jede Art von Gaming“, sagt Bosworth.

Werbung könne außerdem die Kosten für Inhalte und die Hardware senken. „Das ist ein wichtiger Punkt für uns. Wir wollen, dass die Technologie zugänglich ist“, sagt Bosworth.

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