Konzerne wie Facebook oder Google investieren massiv in VR. Es ist kein Zufall, dass es ausgerechnet diese Datenhändler sind: VR-Systeme generieren Daten, die mehr über euch verraten können, als ihr vielleicht erwartet.

Kabetec VR-Brille

Der Psychologe und Langzeit-VR-Forscher Jeremy Bailenson veröffentlichte kürzlich in einer medizinischen Fachzeitschrift einen Aufsatz, in dem er auf die möglichen Folgen der durch VR-Technologien gesammelten Daten eingeht. Der Aufsatz beschreibt, wie mit VR-Daten das Verhalten einzelner Personen charakterisiert werden könnte.

Fortschrittliche VR-Geräte wie Oculus Rift oder HTC Vive erzeugten bereits jetzt in 20 Minuten Nutzungszeit fast zwei Millionen individuelle Aufzeichnungen der Körperbewegungen, so Bailenson. Erfasst würden sowohl nonverbales als auch unterbewusstes Verhalten.

Geräte, die mit Eye-Tracking-Systemen zusätzlich Augenbewegungen aufzeichnen, könnten schon in wenigen Jahren Standard sein.

Bailenson zieht einen Vergleich mit herkömmlichen Formaten: In Social Media bestimmten Nutzer eigenständig, welche Texte und Bilder sie teilen. Der eigene Auftritt ist mehr oder weniger bewusst inszeniert und kontrolliert.

Über unbewusste Daten hingegen habe man kaum Kontrolle – obwohl sie völlig ungefiltert besonders viel über uns verraten.

Bewegungsdaten: Keine Science-Fiction-Dystopie

Bailenson zitiert in seinem Aufsatz einige Studien, die Bewegungsdaten für ihre Forschung nutzen. Bei ADHS betroffenen Kindern lässt sich mit VR zum Beispiel eine erhöhte Anzahl an Kopf-, Arm- und Beinbewegungen messen.

Kinder, die mit Autismus diagnostiziert sind, schauten signifikant seltener ihre virtuellen Klassenkameraden an. Vor kurzem stellten Forscher



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