Die erfolgreiche Social-VR-Plattform Rec Room kündigt neue Features an. Der Zeitpunkt ist mit Bedacht gewählt, denn am Horizont wartet große Konkurrenz.

Am 16. September beginnt die Facebook Connect. Die XR-Veranstaltung könnte der Startschuss für Facebook Horizon werden, das ehrgeizigste Social-VR-Projekt des sozialen Netzwerks mit dem Ziel, ein Facebook-Metaverse zu erschaffen.

Da frühere Social-VR-Experimente wie Facebook Spaces und Oculus Rooms kläglich scheiterten, orientiert sich das Unternehmen an den Erfolgsrezepten bestehender Social-VR-Plattformen. Frühe Horizon-Tester bescheinigten jedenfalls, dass sich die VR-App wie eine Kreuzung aus Rec Room und VRChat anfühlt.

Vorteil: Plattformunabhängigkeit

Dass Rec Room kurz vor Facebooks XR-Konferenz neue Features ankündigt, ist kein Zufall: Mit Facebook Horizon rollt finanzstarke Konkurrenz auf die Entwickler zu.

Einen wichtigen Wettbewerbsvorteil haben erfolgreiche Social-VR-Apps wie Rec Room, Bigscreen und VRChat gegenüber Facebook Horizon: Sie sind für fast alle VR-Plattformen und selbst für klassische Bildschirme verfügbar. Rec Room gibt es für Oculus Quest, PC-VR-Brillen (Vergleich) und Playstation VR, aber auch für den PC und die PS4 mit universaler Crossplay-Unterstützung, das heißt: Jeder kann mit jedem spielen.

Facebook Horizon hingegen ist voraussichtlich im Oculus-Ökosystem gefangen. Freunde mit Oculus-fremden VR-Brillen kann man hier nicht treffen.

Kreative sollen mit Rec Room Geld verdienen

Rec Room feiert seinen Erfolg mit einem Youtube-Video und zeigt darin besonders gelungene Nutzerkreationen. Den Entwicklern zufolge wurden bislang mehr als drei Millionen nutzergenerierte Level erstellt, die monatlich 40 Millionen Mal besucht werden.

Außerdem seien mehr als 60 Millionen Freundschaften in Rec Room geschlossen worden. Die monatliche Spielerbasis habe sich seit vergangenem Jahr verdreifacht.

Das Start-up kündigt außerdem eine Reihe erweiterter Features an: Der In-Game-Kreativbaukasten soll wachsen und demnächst mit neuen Systemen für Terraingenerierung und selbst gebauten Fahrzeugen wie Go-Karts aufwarten. Dadurch sollen nutzergenerierte Welten größer als bisher werden.

Rec Room stelllt außerdem Monetarisierungsmöglichkeiten für Ersteller von Inhalten in Aussicht, jedoch ohne ins Detail zu gehen. Zu guter Letzt geben die Entwickler bekannt, dass Rec Room demnächst für eine weitere Plattform, die Xbox, erscheint.

Quelle und Titelbild: Rec Room

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