Das VRChat-Metaverse lebt von der Kreativität seiner Nutzer. Nun haben die Entwickler einen neuen Avatarbaukasten implementiert, der die Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten weiter vergrößert.

Mit der dritten Generation des Avatarsystems erhalten Nutzer noch mehr Gestaltungsfreiheit. Sie können Animationen für Fortbewegung erstellen, komplexes Verhalten auf Basis des Avatarzustands programmieren und das Aussehen ihres Alter Ego spontan verändern.

Sämtliche Animationen können jetzt ausgewählt, modifiziert oder komplett ausgetauscht werden. Praktisch: Wer die VR-Brille absetzt, kann jetzt eine AFK-Standardanimation laufen lassen. Die mit der zweiten Generation des Avatarbaukastens generierten Avatare bleiben erhalten und funktionieren einwandfrei.

Ein neues Avatar-Interface

Damit man das Verhalten der komplexen Avatare bequem steuern kann, haben die VRChat-Entwickler ein neues und intuitives Action-Menü entwickelt, das schnellen Zugriff auf die voll anpassbaren Avatarhandlungen bietet (siehe Video unten). Wer möchte, kann mit dem SDK sogar ein eigenes Interface programmieren.

Die Entwickler haben im Avatars-3.0-Update zudem die Simulation von Augenbewegungen und das Ganzkörpertracking verbessert sowie für letzteres ein neues Kalibrierungssystem integriert, wie der vollständigen Liste der Änderungen und Verbesserungen des Updates zu entnehmen ist.

Das neue Avatar-SDK kann man auf der offiziellen Internetseite herunterladen. Die VRChat-Entwickler stellen außerdem Anleitungen und andere Hilfestellungen zur Verfügung.

VRChat: Eine der meistgenutzten VR-Apps

VRChat ist, anders als der Name nahelegt, nicht auf Virtual Reality beschränkt. Monitornutzer können ebenfalls an dem Metaverse teilnehmen.

Diese Mischung dürfte einer der Hauptgründe für die Popularität der Social-App sein. Wer am Bildschirm partizipiert, erlebt die durch Kopf-, Hand- und Körpertracking ermöglichten Ausdruckspotenziale der Virtual Reality und ist mitunter selbst versucht, sich eine VR-Brille aufzusetzen.

Auf Steam gehört VRChat zu den 100 am häufigsten genutzten Apps, gemessen an der Anzahl gleichzeitig aktiver Spieler. Mit durchschnittlich mehr als 11.000 aktiven Spielern positioniert sich VRChat vor Spielen wie Assassin’s Creed Odyssey, The Elder Scrolls V: Skyrim und No Man’s Sky.

Den Entwicklern zufolge sind circa 30 Prozent aller Nutzer mit einer VR-Brille eingeloggt. Das entspräche allein auf Steam 3300 Nutzern, was bedeutend mehr wäre als der VR-Superhit Beat Saber (siehe unten) hat. Die Statistiken erfassen nur SteamVR-Nutzer: VRChat sowie Beat Saber gibt es außerdem für Oculus Quest und die Rift-Plattform.

Quelle und Titelbild: Medium / VRChat

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