“The Void” für die eigenen vier Wände.

VR-Brillen sind toll, haben aber einen Komfortnachteil: Brille auf, Brille ab – das nervt. Versucht man “Brille ab” zu vermeiden, stößt man sich schnell mal an Möbeln und Wänden auf dem Weg von Punkt A nach B. Jedenfalls bei größeren Room-Scale-Installationen.

Ein ambitionierter Hobbyist hat jetzt eine pragmatische Lösung für diese VR-Sorge entwickelt: Er hat seine reale Wohnung einfach virtuell nachgebaut. Dafür reichten ihm die in der SteamVR-Bibliothek hinterlegten digitalen Möbel.

Er bewegte sich in VR auf den eigenen zwei Beinen – nicht via Teleport, logisch – zum realen Tisch oder Sofa, ertastete den Rand, wählte das passende digitale Möbelstück und platzierte es dann an Ort und Stelle.

Mit dem Vive Controller tippte er auf die Oberfläche des virtuellen Möbelstücks, um zu testen, wie exakt es auf dem realen Möbel sitzt. Anschließend justierte er die Position fein.

Jetzt kann er sich beispielsweise bequem auf die Couch setzen oder die VR-Controller auf dem Wohnzimmertisch ablegen, ohne zuvor die VR-Brille abnehmen zu müssen.

Wohnen in zwei Welten

Interessant ist das Konzept insofern, da es zeigt, wie man mit VR-Technologie in seine analoge Wohnung eine zweite, digitale Version einbetten kann, die zum Beispiel alternativ eingerichtet ist oder besondere technische Funktionen bietet.

Mit einer neuen Generation VR-Brille – bequem und kabellos – könnte man so beispielsweise aus einer für Entspannung eingerichteten realen Wohnung in eine auf Produktivität oder Entertainment optimierte digitale VR-Wohnung wechseln. Potenzial hätte das sicher auch im Büro.

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