Deutsche Firma liefert wichtiges Feature für Apple-Brille – Bericht

Deutsche Firma liefert wichtiges Feature für Apple-Brille – Bericht

Apples kommende Mixed-Reality-Brille soll per Iris-Scan schnelle Logins bieten. Hinter dem Feature steckt wohl die Technologie einer deutschen Firma.

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Wer schon mal eine XR-Brille auf dem Kopf hatte, kennt die Angst vor dem Login-Screen. Kaum etwas ist nerviger, als mit dem Headset auf dem Kopf per Finger- oder Controller-Tastatur lange Passwörter einzutippen. Apples Brille soll hierfür eine elegantere Lösung bieten.

Apple-Brille bietet Iris-Scan

Die Webseite The Information berichtet unter Berufung auf am Projekt beteiligte anonyme Quellen, dass die Apple-Brille die Iris scannen kann. Über diesen Iris-Scan sollen sich Nutzende schneller in Accounts einloggen und etwa Bezahlungen vornehmen können – ähnlich wie bei Face ID oder Touch ID.

Der Iris-Scan soll zudem den Brillenträger beim Aufsetzen der Brille erkennen und automatisch das richtige Profil laden. Das dürfte gerade im Arbeitskontext praktisch sein, wo das Profi-Gerät wahrscheinlich regelmäßig von mehreren Personen genutzt wird.

Sensomotoric Instruments liefert die Eye-Tracking-Technologie

Möglich wird das Iris-Scanning laut der Quellen von The Information durch die Eye-Tracking-Technologie des deutschen Unternehmens Sensomotoric Instruments (SMI).

SMI positionierte sich früh zum Zukunftspotenzial von Eye-Tracking für VR und AR und demonstrierte Anwendungsszenarien unter anderem mit Valve und HTC. Apple wurde offenbar aufmerksam – und kaufte im Sommer 2017 SMI auf.

Als Vorzüge von Eye-Tracking, SMI demonstrierte Systeme mit bis zu 250 Hz, nannte das Unternehmen damals unter anderem:

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  • Foveated Rendering: Bessere Grafik bei geringerem Performanceaufwand.
  • Blicksteuerung: Das Interface lässt sich allein mit Blicken bedienen.
  • Personalisierte Kalibrierung der Anzeige, abgestimmt auf den jeweiligen VR-Brillenträger.
  • Social VR: Besseres Präsenzgefühl, speziell, wenn virtuelle Avatare miteinander kommunizieren.
  • Neue Analysemöglichkeiten, die von Spieleentwicklern, Unternehmen und Forschern verwendet werden können.

Neben SMI gibt es ein zweites deutsches Unternehmen, das einen Anteil an der kommenden Apple-Brille hat: Schon im Mai 2015 übernahm Apple das Münchner Start-up Metaio, das damals als führend galt bei der Entwicklung von AR-Software.

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Die Technologie von Metaio steckt etwa im ARKit, das auch für die Apple-Brille eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Die beiden Metaio-Gründer Thomas Alt und Peter Meier arbeiteten anschließend mehrere Jahre für Apple.

Schlägt die Apple-Brille Quest Pro?

Apples Headset soll insgesamt 14 Kameras bieten im Vergleich zu den zehn der Quest Pro. Diese sollen so ins Gehäuse eingearbeitet sein, dass sie von außen kaum auffallen. Eine nach unten gerichtete Kamera soll die Beine des Brillenträgers erfassen für Bein-Tracking für virtuelle Avatare. Dieses Feature bietet Quest Pro nicht.

Die Brille selbst soll stark an eine Skibrille erinnern, hauptsächlich aus Gewebe, Aluminium und Glas bestehen und leichter und dünner sein als Quest Pro. Korrekturlinsen sollen magnetisch über die eingebauten Linsen gelegt werden können.

Im The-Information-Bericht heißt es auch, dass es einige geleakte Funktionen womöglich nicht ins finale Gerät schaffen. Welche Funktionen fehlen könnten, schreibt die Seite nicht.

The Information leakte in den letzten Jahren zahlreiche Informationen zum jeweiligen Entwicklungsstand der Apple-Brille. Welche davon stimmen, könnten wir Anfang 2023 erfahren – dann soll Apple das Gerät nach jahrelanger „Geheim“haltung endlich offiziell vorstellen.

Quellen: The Information