Google bastelt sehr wahrscheinlich an einer Konkurrenzbrille für Oculus Quest. Dafür braucht das Unternehmen vollwertige VR-Controller, die virtuelle Hände simulieren können.

Im September kurz vor der offiziellen Ankündigung von Oculus Quest enthüllte Google ein dringend notwendiges Upgrade für die Daydream-Plattform: Vollwertige VR-Controller für Lenovos VR-Brille Mirage Solo, die wie die Quest-Controller Oculus Touch in alle Richtungen bewegt werden und so virtuelle Hände simulieren können. Der aktuelle Daydream-Controller ähnelt eher einer Fernbedienung und verarbeitet nur Dreh- und Zeigebewegungen. Besonders immersiv ist das nicht.

Laut Google ist das Trackingsystem der eigenen VR-Controller ein “neuartiges optisches Verfahren”, für das an der Vorderseite der VR-Brille eine zusätzliche Frontplatte befestigt werden muss. Auf der Frontplatte sind Sensoren und Lichter integriert, wahrscheinlich handelt es sich daher um ein infrarotbasiertes System ähnlich NoloVR. Das Tracking verfeinern soll ein maschinelles Lernverfahren für die Erfassung von Handbewegungen, das Google erstmals im April demonstrierte.

Neue Daydream-Controller kommen bei Entwicklern an

Wie präzise das Tracking arbeitet, ist noch nicht bekannt, aber bald dürfte es erste Eindrücke geben: Google verschifft die VR-Controller an ausgewählte Entwickler. Einer der Empfänger hat das Gerät bei YouTube vor der Kamera ausgepackt.

Derzeit sind seitens Google keine Pläne bekannt, die VR-Controller als Zusatzhardware für Lenovo Mirage Solo zu verkaufen – diese Strategie wäre wohl nicht besonders erfolgsversprechend.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass Google gemeinsam mit Lenovo oder einem anderen Hersteller eine autarke Konkurrenzbrille für Facebooks Oculus Quest plant, die ebenfalls 2019 auf den Markt kommen könnte. Oculus Quest startet laut Facebook im Frühjahr, wahrscheinlich Ende April.

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