Das russische Start-up Virtuactions entwickelt und lizenziert Infrastruktur für Multi-Quest-Arcades.  Bis zu zehn Spieler gleichzeitig können in den Cyber-Arenen gegeneinander antreten.

Hier beharken sich zwei Teams zu je fünf Spielern. Zur Auswahl stehen drei Spielszenarien: ein Western, ein Sci-Fi-Shooter sowie virtuelle Anti-Terror-Einsätze im Stile Counterstrikes. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Abschüssen.

Dank Oculus Quest haben Spieler maximale Bewegungsfreiheit, da beim Rennen, Springen und in Deckung gehen hinter virtuellen Objekten weder Kabel noch Rucksack-PCs stören. Die Spielfeldgröße beträgt je nach Arcade zwischen 200 und 500 Quadratmeter.

Das Start-up entwarf Plastikgewehre, die mit Oculus Touch kombiniert werden, sodass Spieler annähernd das Gefühl haben, eine echte Waffe in der Hand zu halten. Das folgende Video zeigt die Cyber-Arenen in Aktion.

 

Selbstentwickelte Netzwerk-Lösung

Die Cyberaction Arena fand bislang fünf Lizenznehmer für seine Arcade-Technologie. Die VR-Spielhallen findet man in den russischen Städten Magnitogorsk, Ufa, Samara, Togliatti und Sakhalin. Nun will das Start-up ins Ausland expandieren. Auf der offiziellen Internetseite kann man mit den Entwicklern in Kontakt treten und eine Lizenz anfragen.

Für die Einrichtung der VR-Arcade misst das Team die zur Verfügung stehende Spielfläche und kreiert auf Basis dieser Maße ein passgenaues virtuelles Spielfeld.

Cyberaction Arena 4

Marker helfen den Quest-Brillen, sich im Raum zu orientieren. BILD: Virtuactions

Zur Unterstützung des Trackings werden Marker auf dem Boden, an den Wänden und an Hindernissen wie Säulen befestigt. Nach der Kalibrierung können Besucher mit der VR-Brille in die Schlacht ziehen. Ein Netzwerk sorgt für den Austausch der Trackingdaten, sodass das Spiel stets weiß, in welchem räumlichen Verhältnis die Spieler zueinander stehen.

Ein ambitioniertes Projekt

Gestartet und verwaltet wird das Spiel von einem Operateur, der Anzahl Spieler, den Spielmodus und das Spielszenario mit einem Tablet festlegt. Der VR-Spielablauf kann live auf mobile Geräte oder Fernseher übertragen werden, sodass Zuschauer das Spiel in Virtual-Reality-Grafik mitverfolgen können.

Cyberaction Arena 1

Kombination aus Plastikgewehr und Oculus Touch. BILD: Virtuactions

Das spannende Konzept einer Multi-Quest-Arena wurde erstmals von Oculus selbst demonstriert, scheinbar jedoch nicht weiter verfolgt.

Da Oculus Entwicklern eine Schnittstelle schuldig blieb, entwickeln sie diese selbst. Das bislang vielversprechendste Projekt ist Space Pirate Arena, das bislang nur zwei lokale Quest-Spieler gleichzeitig unterstützt. Die Cyberaction Arena ist in diesem Punkt fortschrittlicher.

Titelbild und Quelle: Virtuactions

Letzte Aktualisierung am 18.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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