Start-up zeigt VR- und AR-Brillen mit Next-Gen-Displays

Start-up zeigt VR- und AR-Brillen mit Next-Gen-Displays

Das Schweizer Start-up Creal will mit Lichtfeld-Technologie ein grundlegendes Problem von XR-Displays gelöst haben. Nun zeigt das Unternehmen erste tragbare Prototypen.

Wer durch Creals Lichtfelddisplay blickt, soll digitale Welten und AR-Objekte so sehen, als wären sie echt: Fokussiert man virtuelle Gegenstände aus unmittelbarer Nähe, wird der Hintergrund unscharf und umgekehrt. Der sogenannte Vergence-Accommodation-Konflikt aktueller Tech-Brillen, der mit Augen- und Kopfschmerzen sowie Unwohlsein einhergehen kann, wäre gelöst.

Creals Technologie war bislang so klobig und schwer, dass sie nicht auf dem Kopf getragen werden konnte. Nun hat Creal sie so miniaturisiert, dass sie in VR- und AR-Brillen Platz hat, berichtet Road to VR. Bis 2022 soll das Display noch kleiner werden.

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Die aktuellen Prototypen werden an potenzielle Partner versandt. Das Ziel sei nicht, eigene Brillen zu bauen. Stattdessen will Creal die Technologie an Hersteller lizenzieren, sobald sie Marktreife erreicht hat.

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Vom Tischklotz zur tragbaren Tech-Brille: Creals Lichtfelddisplay-Technik. | Bild: Creal

Für weitere Miniaturisierung ist ein Doppeldisplay nötig

Der AR-Brillenprototyp soll eine Auflösung von 1.000 mal 1.000 Bildpunkten haben sowie ein Sichtfeld von 60 Grad. Die Abstufungen zwischen den Fokusebenen sind laut Creal so fein, dass man von bloßem Auge die Übergänge zwischen ihnen nicht bemerkt. Das folgende Video demonstriert die Umschaltung zwischen zwei Fokusebenen.

Für das Raum- und Handtracking ist ein RealSense-Sensor und Ultraleap-Hardware verantwortlich. Der aktuelle Prototyp sei größer als Hololens, aber bis Ende 2022 soll die Technik in eine schlanke AR-Brille passen, glaubt das Start-up. Um das zu erreichen, will Creal den Lichtfeldbereich auf 30 Grad reduzieren. Die restlichen 30 Grad des Sichtfelds würden normal dargestellt.

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Zwei Jahre soll es dauern, bis das AR-Headset zu einer AR-Brille schrumpft. | Bild: Creal

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Vom Schuhkarton zur Skibrille. Das ist das Ziel für den VR-Prototyp. | Bild: Creal via Road to VR

Creal-Forschung ist sichergestellt

Der VR-Prototyp hat diese Lösung bereits integriert: Im 30-Grad-Bildzentrum löst das Bild mit 1.000 mal 1.000 Bildpunkten auf und im restlichen Sichtfeld mit 1.600 mal 1.440 Bildpunkten. Das Gesamtsichtfeld beträgt 100 Grad und ist damit auf Augenhöhe mit gängigen VR-Brillen. Offen ist, wie sehr der visuelle Überganzg zwischen den beiden Displays auffällt.

Auch hier demonstriert Creal die Technik mit einem Video: Der VR-Prototyp habe Eye-Tracking verbaut, die Blickerfassung sei jedoch nicht nötig für Lichtfelddisplays.

In den nächsten VR-Prototyp will Creal ein eigenes Inside-Out-Tracking und Eye-Tracking integrieren, um die Größe der VR-Brille zu reduzieren.

Creal ist für weitere Forschung und Entwicklung gerüstet: Ende 2020 gab das Start-up bekannt, sich sechs Millionen Euro Investitionskapital gesichert zu haben.

Quelle: Road to VR, Titelbild: Creal

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