Construct: Volumetrischer Highend-VR-Film mit toller Gratis-Demo

Construct: Volumetrischer Highend-VR-Film mit toller Gratis-Demo

Begehbare VR-Filme in Hollywood-Optik? Davon träumt die VR-Industrie schon lange. Diese Woche gibt es einen Vorgeschmack darauf.

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Volumetrische Filme sollten die nächste Evolutionsstufe des VR-Films werden und anders als 360-Grad-Filme eine bewegliche statt fixe Perspektive und ein knackscharfes Bild bieten. Das Ziel ist, das Beste zweier Welten zu verbinden.

„PresenZ bietet sechs Freiheistgrade innerhalb eines vorgerenderten Films. Wir kombinieren die visuelle Qualität eines Pixar-Films mit der VR-typischen Bewegungsfreiheit des Kopfs“, versprach Tristan Salome 2016.

Salome ist Gründer des Spezialeffektstudios Nozon, das angefeuert vom VR-Hype, ein volumetrisches Videoformat namens Presenz entwickelte. Die Technologie sollte aus 3D-Animationsfilmen begehbare VR-Filmkulissen machen.

Eine beeindruckende Tech-Demo

2016 kaufte Starbreeeze das Unternehmen. Das schwedische Spielestudio investierte im großen Stil in VR, in der Hoffnung, dass die Technologie das nächste große Ding wird.

Starbreeze baute die Highend-VR-Brille StarVR One  und wollte mit IMAX zusammen weltweit VR-Spielhallen betreiben. Nozon sollte beeindruckende volumetrische Filme für die VR-Attraktionen liefern.

Ein digitaler 3D-Charakter und ein Gesicht mit hohem Detailgrad

Diese Figuren wirken unter der VR-Brille zum Anfassen echt. | Bild: PresenZ

Dann kam der VR-Winter. Starbreeze ging beinahe pleite und versuchte, StarVR abzustoßen. Nozon beendete noch den volumetrischen VR-Vorzeigefilm Construct, der seither vereinzelt als VR-Installation oder in VR-Arcades zu sehen war. Diese Woche erscheint er auf Steam und steht damit zum ersten Mal allen VR-Nutzer:innen mit PC-VR-Brille offen.

Wer Interesse hat, kann sich vorab eine Demo der PresenZ-Technologie herunterladen. Sie ist als Einführung in das VR-Filmformat gedacht – und ziemlich beeindruckend.

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Volumetrische Filme: Tolle Technologie, teure Produktion

In der Demo sieht man ein paar Sekunden aus Construct. Das Bild ist scharf und plastisch und man kann den Kopf ein paar Zentimeter in jede Richtung bewegen und erkennt so Objekte hinter den Figuren. Toll!

Auf die kurze Szene folgen ebenso kurze Ausschnitte eines Waldes, eines Animationsfilms und zweier Menschen, die mit erstaunlichem Detailgrad digital rekonstruiert wurden. Für Fans von VR-Technik lohnt der Download auf alle Fälle.

Der am 23. Dezember erscheinende VR-Film spielt in einer Zukunft, in der humanoide Roboter die Menschheit ersetzt haben. Zuschauer:innen begleiten den Roboter Bill zur Arbeit, wo er Zeuge eines Verbrechens wird und um sein „Leben“ kämpfen muss.

Construct VR dauert acht Minuten und setzt eine GTX 1080, RTX 2060 Super oder RTX 3060 voraus. Auf der Festplatte belegt er 30 Gigabyte. Das ist viel für eine kurze VR-Erfahrung, aber wenig für einen volumetrischen Film. Schließlich enthält er Szenen aus vielen verschiedenen Perspektiven. Der extrem hohe Speicherbedarf ist mit ein Grund, weshalb sich volumetrische Filme nicht durchgesetzt haben.

Die Demo findet ihr auf Steam.

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