Canon hat eine MR-Brille mit zukunftsweisendem Formfaktor und Design vorgestellt.

Das Kernstück der MR-Brille besteht aus einem optischen Modul, das entweder in eine Kopfhalterung geklemmt wird, sodass man die Hände frei hat oder aber mit den Händen ans Gesicht gehalten wird.

In letzterem Fall wird das optische Modul mit einer Hülle kombiniert, die zugleich den Zweck haben dürfte, die Peripherie des Sichtfelds gegen die Außenwelt abzuschirmen.

In das optische Modul sind vier nach außen gerichtete Kameras eingelassen. Das erste Paar ist fürs räumliche Tracking zuständig, das zweite Paar filmt die Außenwelt und gibt das Bild direkt an die vor den Augen befindlichen Displays weiter, wo sie um digitale Elemente erweitert werden können. So ermöglicht die Canon MREAL S1 genannte Gerät Augmented Reality per Kameradurchsicht.

Auf der offiziellen Internetseite steht in Japanisch, dass die MR-Brille computergenerierte Grafik und realen Raum nahtlos miteinander verschmelzen kann.

Sehr klein, aber nicht autark

Das Besondere an Canons MR-Brille ist der schmale Formfaktor des optischen Moduls: Displays und Linsen sind in einem Gerät integriert, das etwa die Form und Größe eines Smartphones hat.

Canon spricht vom “kleinsten und leichtesten MR-Gerät in der MREAL-Geschichte”. Vergleicht man die S1 mit früheren Geräten der MREAL-Produktreihe wie dem MD-20 und dem MD-10, so trifft dies zweifellos zu.

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Eine Halterung verwandelt die MR-Brille in eine VR-Brille. | Bild: Canon

Vollkommen autark scheint die MR-Lösung nicht zu sein: Auf ersten Produktbildern ist ein Kabel zu sehen, die zu einem Zuspieler führen. Canon spricht von “Kompatibilität mit mobilen Workstations”. Die genauen technischen Spezifikationen der MR-Brille sind nicht bekannt.

Auch für Virtual Reality nutzbar

Eine zweite Nahaufnahme zeigt das Gerät in einer Hülle, die zur Abschirmung der Außenwelt dient. So kann man das Gerät auch als reine VR-Brille nutzen.

Das Produkt richtet sich wie frühere MR-Geräte an Unternehmen und hier insbesondere an Automobilhersteller. Autodesigner sollen mit der Mixed-Reality-Brille Entwürfe direkt in den physischen Raum projizieren können und auf diese Weise Zeit bei der Produktentwicklung sparen. Als weiteres Anwendungsszenario nennt Canon virtuelle Produktvorführungen an Messen und Ausstellungen.

So kühn Canons Entwurf auch aussieht, ganz neu ist er nicht: Das französische Start-up Lynx hat im Sommer ein ähnliches MR-Brillendesign vorgestellt, bei dem die Recheneinheit zudem direkt im optischen Modul verbaut ist. Lynx’ Brille bietet folglich alle Vorteile eines autarken Geräts.

Quelle: Canon, via: Tweaktown

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