Biolum: Sci-Fi VR-Tauchgang zum Meeresabgrund

Biolum: Sci-Fi VR-Tauchgang zum Meeresabgrund

Biolum entführt euch in die Tiefen des Ozeans, wo ihr eine schreckliche Entdeckung macht. Die VR-Erfahrung feierte diese Wochen auf dem SXSW-Festival Premiere. Ich habe sie mir angeschaut.

Ich schlüpfe in die Rolle der Tiefseetaucherin Rachael und werde in einem Sicherheitslift mehrere hunderte Meter tief in den Ozean hinabgelassen, bis das Licht um mich herum erlöscht. Der Tauchgang erinnert an Sonys tolle VR-Erfahrung Ocean Descent.

Per Funk begleitet mich die Meereswissenschaftlerin und Mentorin Eva. Dank einer Kamera sieht die Expeditionsleiterin, was ich sehe. Was sie gerade hier zu entdecken hofft, ist unklar.

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Auf dem Meeresgrund angekommen, begegne ich einer unbekannten, biolumineszenten Spezies. Ich verlasse den Lift und folge dem leuchtenden Fisch in einen Höhlenkomplex, den kein Mensch zuvor betrat.

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Die Dunkelheit des Meeresabgrunds ist bedrohlich. | Bild: IKO, Reynard Films, Prefrontal Cortex

Die Entdeckungsfahrt beginnt

In den nächsten 20 Minuten werde ich Zeuge eines ebenso schönen wie fremdartigen Bioms. Dabei folge ich einem vorgegebenen Pfad, bei dem ich die Schwimmrichtung durch Kopfbewegungen selbst vorgeben kann. Schwimmbewegungen sind nicht erforderlich: Ein Knopfdruck genügt und ich treibe durchs Wasser.

Biolum ist inspiriert vom Leben der Tiefsee und erinnert an die frühe, aber immer noch sehenswerte VR-Erfahrung TheBlu (Test), die die Faszination der Unterwasserwelt gelungen einfängt. Biolum wurde wie TheBlu für den PC entwickelt und will durch seine Grafik beeindrucken, reicht in dieser Hinsicht jedoch nicht an den VR-Klassiker heran.

Das Beste kommt zum Schluss

Die Erkundungsreise geht recht gemächlich voran. Durch Beobachtung und im Dialog mit Eva erfährt man nach und nach und erst, als es schon zu spät ist, was das Ziel der Mission ist und was hier unten vor sich geht. Gegen Ende der VR-Erfahrung nehmen die Ereignisse an Fahrt auf und man hat eine beeindruckende Begegnung, die viele Fragen aufwirft.

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In Biolum begegnet man faszinierenden Lebensformen. | Bild: IKO, Reynard Films, Prefrontal Cortex

Biolum feierte diese Woche auf der digital stattfindenden SXSW Premiere, wo der Film Teil des Virtual Cinema-Wettbewerbs ist. Der Regisseur und Autor des VR-Films Abel Kohen ist Animations- und Effektkünstler, der unter anderem an Black Mirror arbeitete.

An der Produktion waren die Studios IKO, Reynard Films und Prefrontal Cortex beteiligt. Die beiden Hauptrollen sprechen Charlotte Rampling („Dune“) und Dominique Tipper („The Expanse“). Deren Dialog schrieb der britische Drehbuchautor Jon Rowe („Cranford“).

Biolum soll im Oktober 2021 bei Steam erscheinen. Die interaktive VR-Erfahrung dauert rund 25 Minuten.

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