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Kuriose Bett-VR-Brille „HalfDive“ – Kickstarter läuft an

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  • Kickstarter-Informationen ergänzt

 

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Update vom 18. Dezember 2021:

Die Kickstarter-Kampagne zu HalfDive ist ab sofort online. Preise starten ab 750 US-Dollar für das Minimum-Modell mit VR-Brille, Basisstation, VR-Controllern für beide Hände, einem Vibrationsmodul für haptisches Feedback und einem Headtracker. Das Controller-Design ist noch nicht bekannt, Informationen dazu sollen zeitnah folgen.

Das Basismodell für 1.050 US-Dollar enthält zusätzlich ein Force-Feedback-Modul für die Hände sowie integrierte Lüfter für die Simulation von Wind und Kühlung. Das ursprünglich für ein Highend-Modell angekündigte varifokale Display ist nicht mehr vorgesehen, da es laut des japanischen Start-ups in der Massenproduktion zu komplex sei.

Die Brille soll laut Hersteller genug Raum für Brillenträger:innen bieten, VR-Übelkeit ist angeblich geringer als bei herkömmlichen VR-Brillen. Eine mögliche Erklärung dafür sei die Nutzung im Liegen und dass man den Kopf weniger bewege.

HalfDive läuft bei SteamVR und unterstützt Unity sowie Unreal. OpenXR soll zukünftig unterstützt werden. Viele VR-Spiele dürften mit der Bett-VR-Brille allerdings nicht genießbar sein wegen des eingeschränkten Bewegungsumfangs beim Headtracking. Besonders gut eignen könnte sich HalfDive für virtuelle Kinos, Social-VR-Erfahrungen und eher gemächliches Gaming.

Die Kickstarter-Kampagne soll bis mindestens rund 175.000 US-Dollar laufen, circa 150.000 US-Dollar davon sind derzeit erreicht. Das Geld kommt von rund 150 Unterstützer:innen. Die Massenproduktion soll im Februar 2022 starten, die Auslieferung dann im folgenden Sommer. Mehr Informationen gibt es auf der Kickstarter-Seite.

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Ursprünglicher Artikel vom 27. September 2021:

Ihr findet VR toll, aber seid totale Bewegungsmuffel? Dann könnte euch die VR-Brille HalfDive interessieren, die für horizontale VR-Nutzung optimiert ist.

Das sonderbare Gerät des japanischen Start-ups Diver-X ist von der Anime-Serie Sword Art Online inspiriert, in der sich die Charaktere in Liegeposition einen Helm aufzuziehen, um die Virtual Reality zu betreten.

Da die Schwerkraft im Liegen keine große Rolle spielt und VR-Nutzer:innen sich liegend kaum bewegen, ist das Problem des Tragekomforts leicht gelöst: Die VR-Brille ist Bestandteil einer gut gepolsterten stationären Vorrichtung, in die man den Kopf hineinhält, ohne dass das Gehäuse gegen das Gesicht drückt. Der Abstand lässt sich mechanisch einstellen.

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Highend-Feature inklusive

Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist, dass es ein ausgeklügeltes Linsensystem zulässt. Schließlich muss man die ganze Vorrichtung nicht am Kopf tragen.

Rund zehn asphärische Linsen sind im Gehäuse verbaut, die ein Sichtfeld von 134 Grad und besonders hohe Bildqualität bieten sollen. Ein varifokales Display in einem Highend-Modell soll natürliches Fokussieren virtueller Objekte ermöglichen, was bislang in keiner kommerziellen VR-Brille verwirklicht wurde, da entsprechende Technik komplex ist.

Die Auflösung der beiden Bildschirme beträgt 1.600 mal 1.440 Bildpunkte bei 90 Hertz Bildwiederholrate. Die Linsen können für maximalen Sehkomfort auf einen Augenabstand zwischen 58 und 82 Millimeter eingestellt werden. Weil der Kopf in einer fixierten Tragevorrichtung liegt und nicht viel Bewegungsfreiheit hat, spricht das Start-up von „4,5 Freiheitsgraden“.

Ein Rendering der Tragevorrichtung. | Bild: Diver-X

Kickstarter geplant

Für die Audio-Immersion hat das HalfDive vier Lautsprecher verbaut, die den Kopf von allen Seiten beschallen. Bei der Haptik bietet die HalfDive drei Arten von Feedback: zwei Ventilatoren, die Wind simulieren, mehrere Vibrationseinheiten, die Schritte, Kanonenschüsse und Umgebungsgeräusche echter wirken lassen sowie ein „drahtbasiertes Force Feedback“, über das noch keine näheren Informationen vorliegen und das Berührung und Schwertstreiche fühlbar machen soll.

Für virtuelle Fortbewegung werden an den Füßen spezielle Sensoren angebracht. So kann man durch bloßes Neigen der Fußgelenke durch VR-Welten spazieren. Handcontroller sind derzeit noch in Entwicklung.

Diver-X verspricht volle Kompatibilität mit SteamVR-Apps und Unterstützung für SteamVR Tracking 2.0. Eine Kickstarter-Kampagne soll im November beginnen. Das Basismodell wird circa 700 US-Dollar kosten, das volle Set 1.100 US-Dollar und das Luxusmodell mit varifokalem Display 3.900 US-Dollar.

Die Fußsensoren für VR-Fortbewegung | Bild: Diver-X

Barrierefreie VR

Handelsübliche VR-Brillen (Vergleich) sind für die Nutzung im Stehen oder Sitzen ausgelegt und die meisten VR-App lassen sich im Liegen nur eingeschränkt nutzen. Das hängt auch damit zusammen, dass es recht gewöhnungsbedürftig ist, den Horizont in Liegeposition zu sehen – Perspektive, die zu Motion Sickness führen kann.

Nützlich dürfte die HalfDive-Brille insbesondere für Menschen sein, die aufgrund einer körperlichen Behinderung oder neuronaler Schäden nicht in der Lage sind, Virtual Reality im Stehen oder Sitzen zu nutzen. Doch auch ohne spezielle VR-Brille kann man VR-Nutzung zugänglicher gestalten: Mit der auf Barrierefreiheit getrimmten Software WalkinVR lassen sich VR-Apps so anpassen, dass sie im Liegen besser bedienbar sind.

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Mehr Information zu HalfDive gibt es auf der offiziellen Internetseite.

Weiterlesen über VR-Brillen:

Quelle: Via: VRScout