In Tokios Elektrostadt Akihabara startete Sega Mitte Juni eine neue VR-Erfahrung, die dank Rucksack-PC und freier Bewegung im Raum die maximale Immersion verspricht. Ich habe mir die VR-Brille aufgesetzt und entdeckte neben dem abgeleierten Spielszenario jede Menge Potenzial.

Nachdem ich mich in Segas Tokioter Flaggschiff-Arcade fünf Stockwerke durch reihenweise altertümliche Baller-, Prügel- und Greifarmautomaten sowie ohrenbetäubenden Lärm gekämpft habe, finde ich auf der sechsten Etage in der hintersten Ecke den VR-Bereich. Der wirkt so unscheinbar, dass ich ihn wohl kaum entdeckt hätte, wäre der Weg nach oben nicht mit Werbeplakaten gepflastert.

Der Anblick löst nicht auf Anhieb Begeisterung aus: Vier Männer stehen auf einer Fläche von rund 30 Quadratmeter und schießen mit Plastikpistolen Löcher in die Luft. Doch der erfahrene VR-Enthusiast weiß: was zählt, ist in der VR-Brille. Also investiere ich die 1.500 Yen (rund 12 Euro) für zehn Minuten VR-Spaß ohne Leine.

Stumpfsinniges Geballer

Segas VR-Erfahrung heißt “Mortal Blitz” und basiert auf dem gleichnamigen VR-Ballerspiel für Playstation VR, bei dem man sich auf einer verlassenen Raumstation gegen allerlei Ungeheuer wehren muss.

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Spielszenario ist maximal einfallslos. Während ich mit meinem Plastikgewehr in die Dunkelheit ballere, frage ich mich, welcher Kreativdirektor morgens aufwacht und spontan beschließt, dass di…


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