Irgendwo muss man ja mal anfangen. Denkt sich das Startup Scape und scannt für die AR-Cloud komplette Städte in 3D ein.

Die 3D-Replikate von London und San Francisco sind bereits funktionsfähig, für mehr als hundert weitere Städte hat das Startup bereits das benötigte Datenmaterial gesammelt. Andere Metropolen sollen in den folgenden Monaten schrittweise ausgerollt werden.

Scapes “Visual Position Service” oder kurz: VPS soll Geräte weitaus genauer verorten können als GPS. Das Startup spricht gar von zentimetergenauer Lokalisierung.

Die Technologie basiert auf  einer selbst entwickelten Computer-Vision-Engine, die das Bildmaterial einer Smartphone-Kamera analysiert, darin eingefangene Umgebungen identifiziert und daraus die räumliche Position des Geräts ableitet. Scape-CEO Edward Miller spricht in einem Interview mit PC Mag von einem Google Street View, das statt für Maschinen für Menschen optimiert sei.

Die Schnittstelle ermöglicht neben der präzisen Lokalisierung elektronischer Geräte die Möglichkeit, AR-Elemente dauerhaft an Ort und Stelle zu verankern, sodass sie alle AR-Nutzer sehen. Mit der frühen AR-Techdemo Holoscape für mehrere Spieler demonstriert das Startup die Möglichkeiten der eigenen AR-Cloud (siehe unten).

Scape ist nicht das erste Unternehmen, das sich an der Erschaffung einer digitalen Spiegelwelt versucht: Das Silicon-Valley-Startup 6D.ai startete kürzlich eine AR-Cloud-Plattform, deren 3D-Daten nicht wie bei Scape bereitstehen, sondern von Smartphone-Nutzern zuerst eingescannt werden müssen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Pokémon-Go-Entwickler Niantic. Google forscht ebenfalls an einer AR-Cloud, die sogar Innenräume abdecken soll.

Titelbild: Scape, Quelle: PC Mag

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