Apple Ring: So könnte das smarte Zubehör funktionieren

Apple Ring: So könnte das smarte Zubehör funktionieren

Apple will laut Berichten schon im nächsten Jahr eine VR-Brille auf den Markt bringen. Bedient werden könnte sie über einen smarten Fingerring. Patente zeigen, in welche Richtung die Technik gehen könnte.

In den vergangenen Wochen hörte man aus verschiedenen Richtungen, dass Apple eine autarke VR-Brille mit AR-Modus und 8K-Displays auf den Markt bringen will (siehe Info-Artikel zu Apples VR-Brille). Laut einer der Quellen könnte das Gerät mithilfe eines fingerhutartigen Zubehörs bedient werden.

Tatsache ist, dass Apple seit 2019 mindestens ein halbes Dutzend Patente für ein Gerät beantragte, das am Finger getragen wird und zur Steuerung einer VR- oder AR-Brille dient. Der neueste, im März 2021 veröffentlichte Patentantrag, gehört ebenfalls in diese Kategorie. Neu daran ist die eingesetzte Sensortechnik.

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Apple Ring: Gestenerkennung und Haptik

Das Patent beschreibt einen Fingerring mit SMI-Sensoren („self-mixing interferometry“). Die senden ein Laserlicht, das von Objekten zurückgeworfen wird und mit dem Licht im Sensor interferiert. Mithilfe dieser Störsignale können Entfernungen zu nahegelegenen physischen Objekten gemessen werden.

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Das neue Apple-Patent, das dank SMI-Sensoren selbst feinste Fingerbewegungen erfasst. | Bild: Patently Apple / Apple

Mit mehrerer solcher Sensoren ausgestattet, könnte der Ring räumlich verortet werden sowie nahe Objekte erfassen, schreibt Patently Apple. Eine VR- oder AR-Brille könnte dadurch genau wissen, wo sich ein Finger befindet und wie er sich im Raum bewegt. Mit zwei oder mehr smarten Ringen könnten feinste Gesten zum Beispiel für präzise Interaktion mit digitalen Displays erkannt werden.

Was fehlt, ist haptisches Feedback. Doch auch in diese Richtung forscht Apple bereits: Ein älteres Patent zeigt eine Art Fingerhut, der den Nutzer spüren lässt, ob ein digitales Element angetippt oder nur ausgewählt ist.

Interaktionen mit digitalen Objekten wirken erst durch haptisches Feedback natürlich. | Bild: Patently Apple / Apple

Auch Facebook forscht an XR-Zubehör

Apples Patent zeigt: Ein ausgereiftes Interface für VR- und AR-Brillen existiert noch nicht. Wenn überhaupt, dann steckt es noch in der Entwicklung. Auf Dauer durchsetzen dürfte sich eine Kombination aus Handtracking, Blickerfassung, Sprachsteuerung und neuralem Interface.

Facebook setzt statt eines Fingerrings auf ein Armband, das zum einen Muskelaktivitäten messen und in Computerbefehle übersetzen, zum anderen haptisches Feedback bis in die Fingerspitzen liefern soll. Das Unternehmen will seine Forschung diese Woche vorstellen und hat seine Vision eines XR-Interfaces der Zukunft vorab skizziert.

Quelle: Patently Apple, Titelbild: MIXED

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