3D-Voice-Chat: Breakroom unterstützt jetzt Raumklang

3D-Voice-Chat: Breakroom unterstützt jetzt Raumklang

Die Start-ups Sine Wave und High Fidelity kooperieren und bringen Raumklang in 3D-Meetings. Facebook arbeitet an einer ähnlichen Lösung speziell für Virtual Reality.

Sine Wave ist Entwickler der 3D-Meeting-App Breakroom, die neben dem PC, Macs und Android-Geräten auch VR-Brillen (Vergleich) unterstützt. Nun hat das Start-up 3D-Voice-Chat von High Fidelity in seine App integriert.

High Fidelity ist das Unternehmen des Second Life-Gründers Philip Rosedale und der Name einer Social-VR-App, die trotz vieler Jahre Entwicklung und 70 Millionen US-Dollar Investitionskapital floppte und Ende 2019 den Dienst einstellte. Schuld für das Scheitern gab Rosedale der VR-Technologie selbst.

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Von dem Projekt blieb eine ursprünglich für Virtual Reality entwickelte 3D-Audiolösung für Voice-Chat übrig. Von eben dieser profitiert nun Breakroom.

Was 3D-Voice-Chat bringt

Der Raumklang erweckt den Eindruck, dass sich Gesprächsteilnehmer mit im eigenen Raum befinden: ob links, rechts oder hinter einem. Selbst unterschiedliche Entfernungen werden akkurat simuliert, sodass man aus der Entfernung rufen oder jemandem ins Ohr flüstern kann.

Neben dieser Audio-Präsenz ermöglicht die Lösung größere Konferenzen, ohne dass man alle Stimmen gleichzeitig und somit gar nichts hört. Die Nutzer können wie im echten Leben Gruppen bilden und in räumlicher Entfernung Nebengespräche führen.

Breakroom bietet eine Vielzahl von Avataren und 3D-Umgebungen für ein virtuelles Miteinander, darunter einen virtuellen Klub, einen Strand, Quiz-Räume und Bühnen für Events.

Die App läuft als Chrome-Erweiterung für iOS- und Android-Geräte, eine Version für Konsolen und Oculus Quest 2 (Infos) soll demnächst folgen. Zu den bisherigen Breakroom-Kunden gehören die Stanford University, die UN und die Zeitschrift The Economist.

Facebook hat eine ähnliche App in Entwicklung

Facebook ist ebenfalls überzeugt, dass der 3D-Voice-Chat Zukunftspotenzial hat. Anfang Juni unterhielten sich Mark Zuckerberg und XR-Chef Andrew Bosworth über die Zukunft virtueller Meetings und sprachen in diesem Kontext über den Nutzen von 3D-Voice-Chat.

Bosworth etwa meinte, dass man für Gruppengespräche „Raum“ bräuchte, weil das Gehirn solche  Konversationen räumlich verarbeite und Zuckerberg sagte, dass er sich Gespräche mit Raumklang besser merken könne. Laut Bosworth kommt die entsprechende VR-Lösung „früher als man denkt“.

Quelle: Venturebeat, Titelbild: Breakroom

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