VR und AR brauchen mehr 3D-Inhalte. Matterports Plattform bietet sie – und soll sie neuerdings sogar mittels KI aus 2D-Inhalten generieren können.

Im Herbst 2010 startete Matterport mal als 3D-Kamerahersteller, mittlerweile ist das Portfolio diversifiziert: Auf einer Online-Plattform zeigt das Unternehmen realistische 3D-Modelle von Innenräumen. Architekten und Maklern bietet Matterport zusätzlich eine einfache Kameralösung, mit der sie ihre Objekte dreidimensional und in 360-Grad einfangen können.

Ein KI-gestütztes Verfahren, die Matterport Cloud 3.0, kann aus 2D-Panoramaaufnahmen und 360-Grad-Bildern 3D-Umgebungen erstellen. Der Abo-Service unterstützt neben den Highend-Kameras von Matterport auch günstige Geräte wie die Ricoh Theta V oder die Insta360 One X.

Flotte Photogrammetrie, wenn man so will, mit einer Kombination aus 3D-Scan und 360-Grad-Foto und etwas Algorithmus-Magie – nicht ins Detail perfektioniert, aber ausreichend, um sich einen guten Eindruck einer Wohnung oder eines ganzen Hauses zu verschaffen, ohne es tatsächlich aufsuchen zu müssen. Jedenfalls klappt das bei Matterport deutlich besser als am flachen Monitor und läuft nativ mit VR-Brillen.

Aus 2D mach 3D mit KI – das hat Zukunftspotenzial

Techcrunch berichtet jetzt, dass Matterport auf Wachstumskurs geht: 48 Millionen US-Dollar gibt es von Investoren, eine noch höhere Summe steht offenbar in Aussicht. In vorherigen Finanzierungsrunden kamen rund 66 Millionen US-Dollar zusammen. Der Gesamtwert des Unternehmens wurde zuletzt auf mehr als 200 Millionen US-Dollar geschätzt.

Matterport kooperiert unter anderem mit Google bei Street View für Innenaufnahmen, Facebook beim KI-Training oder dem Forensikunternehmen Donan, das Brandermittler dabei unterstützt, Photogrammetrie-Szenen von abgebrannten Häusern und Wohnungen anzufertigen, damit sie diese anschließend ortsunabhängig mit der VR-Brille auf Brandursachen prüfen können.

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