3D

65 Zoll Holo-Display vorgestellt: Brillenfreies 3D in 8K

65 Zoll Holo-Display vorgestellt: Brillenfreies 3D in 8K

Looking Glass stellt ein 65 Zoll (1,65 m) großes holografisches Display vor. Es generiert einen 3D-Effekt ohne Spezialbrille für ganze Gruppen.

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Looking Glass verkauft seit 2018 holografische Displays in verschiedenen Größen. Neben dem neuesten und größten Modell hat es 3D-Bildschirme in 16 und 32 Zoll im Angebot, die sich an 3D-Profis und Unternehmen richten sowie ein kleineres Produkt für Endverbraucher:innen namens Looking Glass Portrait. Es hat bei einem Preis von 400 US-Dollar eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne absolviert.

Das 65-Zoll-Modell ist das vierte Display des Unternehmens. Es soll fünfmal größer sein alle bislang vorgestellten holografischen Displays und fünfzigmal größer als jedes, das mehrere Personen gleichzeitig anschauen können.

Ein „beeindruckender“ 3D-Effekt

Looking Glass nutzt herkömmliche LC- oder OLED-Bildschirme, deren Subpixel mittels spezieller optischer Schichten und Algorithmen in verschiedene Richtungen gestreut werden. So entstehen bis zu 100 verschiedene 3D-Perspektiven, die sich dem Blickwinkel anpassen. Bis zu 50 Personen können das 3D-Bild sehen und benötigen dafür keine VR-, AR- oder 3D-Brille.

„Unsere Software ist die magische Geheimzutat. Damit können wir die Richtung aller 100 Millionen Lichtpunkte sehr genau steuern“, sagt CEO Shawn Frayne gegenüber Venturebeat.

Der Bildschirm wurde auf der Augmented World Expo hinter verschlossenen Türen gezeigt. Venturebeat-Redakteur Dean Takahashi beschreibt seinen Eindruck folgendermaßen:

„Ich fand, dass das Bild aus einem Winkel gut aussah, sich dann aber in einen anderen Winkel verschob, je mehr ich mich zur Seitenansicht bewegte. Die Mitte des Bildes sah am schärfsten aus, aber die Details im Hintergrund oder an den Seiten waren etwas unscharf. Trotzdem sah es ziemlich beeindruckend aus.“

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Riesiges Holo-Display: Nichts für Endverbraucher

Das Display hat eine 8K-Auflösung und stellt über eine Milliarde Farben im 16:9-Format mit 60 Bildern pro Sekunde dar. Der Bildschirm ist drei Zoll tief und besteht aus Glas, Aluminium und Elektronik.

Da bereits das 32-Zoll-Modell 20.000 US-Dollar kostet, dürfte das 65-Zoll-Modell noch um einiges teurer werden. Interessierte Unternehmen können das Gerät ab sofort auf der offiziellen Internetseite vorbestellen. Looking Glass nennt immersives Marketing, 3D-Storytelling und Design als potenzielle Anwendungsfelder.

Auf dem Tribeca Festival feiert der eigens für das Display gedrehte Dokumentarfilm „Zanzibar: Trouble in Paradise“ Premiere. Wer einfache 3D-Modelle darstellen möchte, kann dies mit handelsüblichen 3D-Engines und -Programmen tun. Looking Glass stellt für die Konvertierung Plugins für Unity, Unreal, Blender und andere Anwendungen bereit.

Zu Looking Glass‘ Mitbewerbern gehören unter anderem Light Field Lab, Sony und Ricoh.

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