Ohne Jaron Lanier würden wir Virtual Reality heute vielleicht anders nennen. In einem BBC-Video erklärt der VR-Pionier, wie er auf diesen Ausdruck kam.

Lanier ist eine Schlüsselfigur in der Geschichte der Virtual Reality. In seinem vor kurzem erschienenen Buch “The Dawn of the New Everything” beschreibt er seine Kindheit und Jugend und wie er Mitte der 80er Jahre eines der ersten Unternehmen gründete, das VR-Technologie entwickelte und kommerzialisierte. Der Begriff “Virtual Reality” hat viele Ursprünge, doch Lanier war es, der ihn vor dreißig Jahren prägte und über Fachkreise hinaus bekannt machte.

Virtual Reality als universelles Kommunikationsmedium

Mit seinem Unternehmen VPL Research wollte Lanier eine Vision verwirklichen, die bis in seine Kindheit zurückreicht. Der  Auslöser war ein Kunstwerk aus der Renaissance: Hieronymus Boschs monumentales Triptychon “Der Garten der Lüste“. Lanier bekam als Schuljunge eine Abbildung zu sehen und war fasziniert von der Vorstellung, dass es vollkommen andere, virtuelle Realitäten geben könne, in die man mit allen Sinnen eintauchen kann.

Lanier, der durch den frühen Tod seiner Mutter traumatisiert war, beschreibt in seinem Buch, wie einsam und isoliert er sich als Kind fühlte. Diese Empfindung nährte in ihm den Traum eines ganzheitlichen Kommunikationsmediums, das in der Lage wäre, die ideellen Gräben zwischen den Menschen zu überwinden.

Von der virtuellen Welt zur virtuellen Realität

Später kam Lanier mit der Forschung des Computergrafikpioniers Ivan Sutherland in Berührung, der das erste Head-Mounted-Display schuf. Es war an der Decke angebracht und erhielt wegen seiner Größe den Beinamen “Sword of Damocles“. Sutherland beschrieb das, was er durch die Gläser der Vorrichtung sah, als “virtuelle Welt” und bezog sich damit auf einen kunsttheoretischen Ausdruck der US-Philosophin Susanne Langer.

Jaron Lanie…

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