Die japanische Zentralbank bietet seine Touristenführung durch ihren denkmalgeschützten Hauptsitz ab sofort als VR-Tour an – inklusive virtueller Schatzsuche.

Die Bank of Japan hat seinen Museums-Rundgang digitalisiert und bietet ihn als mehrteilige virtuelle Tour auf seiner Webseite an. Besucher können die beliebte Führung während der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie einfach kostenlos von zu Hause aus erleben. Wer sich die altehrwürdigen Bank-Gemäuer genauer ansehen will, kann sich in der VR-Version sogar auf Schatzsuche begeben.

VR-Tour ersetzt reale Führung während COVID-19-Einschränkungen

Der Hauptsitz der japanischen Zentralbank befindet sich in Nihonbashi, einem Geschäftsbezirk Tokios. Er besteht aus einem neu errichteten Komplex und dem alten Gebäude, das 1896 erbaut und mittlerweile als nationales Kulturerbe ausgewiesen ist.

Das Gebäude der Bank of Japan in der Außenansicht.

Der Hauptsitz der japanischen Zentralbank wurde 1896 errichtet. | Bild: Wiiii (Wikipedia)

Im letzten Geschäftsjahr führte die Bank of Japan etwa 19.000 Besucher durch seine Räume, davon fast zehn Prozent Auslandsreisende. Aufgrund der COVID-19-Situation waren die Verantwortlichen gezwungen, die Besichtigung dieses Jahr zu streichen.

Damit Interessierte nicht ganz auf die Besichtigung verzichten müssen, entwarf die Bank eine virtuelle Tour, die in Zusammenarbeit mit der Virtual Reality Innovation Organization (VRIO) realisiert wurde.

“BOJ from Home”: Das bietet die VR-Tour durch die Bank of Japan

Der virtuelle Besuch im Hauptsitz der Bank of Japan besteht aus mehreren Teilen. Die Entwickler empfehlen die Tour für ein optimales Erlebnis mit der Oculus Quest (Test) durchzuführen. Es können aber auch andere VR-Brillen, wie die vor Kurzem von Facebook eingestellte Oculus Go verwendet werden. Ihr beginnt die Tour im Innenhof und bestaunt die massiven Säulen des historischen Gebäudes.

Ein riesiger Safe im Keller der japanischen Zentralbank in Tokio.

Im Keller des alten Gebäudes besichtigt ihr den riesigen Safe. | Bild: VRIO (YouTube)

Mit den Analogsticks der VR-Controller teleportiert ihr euch auf vorgegebene Fixpunkte, um bestimmte Details genauer zu betrachten. Über den Haupteingang gelangt ihr dann in das Foyer des klassischen Gebäudes.

Im Untergeschoss können virtuelle Besucher die großen Korridore und sogar die Safe-Räume besichtigen. Insgesamt fünf versteckte Schätze lassen sich dabei entdecken, darunter eine verzierte Pferdetränke und die erste automatische Geldprüfmaschine der Welt.

Bank of Japan VR-Tour: Englische Lokalisierung in Arbeit

An einigen Stellen im Gebäude sind Tafeln aufgestellt, die über die Geschichte der Bank und die verschiedenen Räume informieren. Die Texte sind meist auf Japanisch, eine vollständige englische Lokalisierung soll aber nachgereicht werden. Die vorhandenen englischen Texte sind etwas klein geraten, können aber bei genauem Hinsehen entziffert werden.

Alle VR-Touren findet ihr auf der Webseite der Bank of Japan. Wer keine VR-Brille (Vergleich) zur Hand hat, kann sich die Bank-of-Japan-Tour auf YouTube auch als normale 360-Grad-Videos ansehen.

Titelbild: VRIO (YouTube)
Quelle: Reuters

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