VR-Haptik: Razer verschenkt Interhaptics Design-Tool

VR-Haptik: Razer verschenkt Interhaptics Design-Tool

Razer ist in Spendierlaune. XR-Entwickler:innen dürfen sich über ein mächtiges Gratis-Tool zur Erzeugung von haptischen Effekten freuen.

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Das Start-up Interhaptics, das auch als Go Touch VR, bekannt ist, ist auf die Entwicklung von haptischen Effekten spezialisiert. Im Sommer dieses Jahres übernahm der Gaming-Peripherie-Hersteller Razer das französische Unternehmen und stellt nun eines seiner Software Development Kits zur Erstellung von haptischen Effekten für Virtual Reality zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Interhaptics Design Tool für Audio-zu-Haptik-Lösungen

Mit dem Haptic Composer können Entwickler:innen haptische Effekte für die Touch-Controller der Meta Quest 2, Sonys Dual Sense-Controller für die PlayStation 5 sowie weitere auf Android oder iOS basierende Geräte erzeugen. Ob die Controller der im Februar erscheinenden VR-Brille PlayStation VR 2 ebenfalls unterstützt werden, ist nicht bekannt.

Durch die Kompatibilität mit unterschiedlichen Geräten können Entwickler:innen Effekte für mehrere Plattformen gleichzeitig erstellen und sofort auszuprobieren. Haptic Composer ermöglicht es, haptische Effekte von Audiospuren wie Soundeffekten eines Videospiels zu extrahieren und mit einem integrierten Editor nach Belieben zu modifizieren.

Dabei können drei unterschiedliche haptische Effekte simuliert werden: Vibration, Texturen oder Steifigkeit. Neben der Möglichkeit eigene Effekte zur modifizieren, dürfen Entwickler:innen auch auf eine Bibliothek mit vorgefertigten Effekten zugreifen.

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Razer arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Haptik-Systemen

Razer dürfte seit der Gründung 1998 vor allem als Hersteller von Gaming-Peripherie bekannt sein. Der Durchbruch gelang dem kalifornischen Unternehmen mit der ersten High End Gaming-Maus, die mit einer Auflösung von 1000 dpi fast die dreifache Leistung damaliger Konkurrenzprodukte erzielte.

Neben „herkömmlicher“ Gaming Hardware versucht sich Razer auch immer wieder an neuen Technologien. 2015 arbeitete das Unternehmen mit dem OSVR Hacker Dev Kit 1.4 an einer eigenen VR-Brille. Letztes Jahr ging die smarte Audio-Brille Razer Anzu in den Verkauf, die sich speziell an Gamer:innen richtet.

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Auch mit haptischen Sensoren experimentiert Razer schon seit Längerem. 2018 stellte das Unternehmen ein eigenes Haptik-Ökosystem vor. „HyperSense“ kam in den Folgejahren aber nur in wenigen Geräten zum Einsatz. Mit der diesjährigen Übernahme des französischen Start-ups Interhaptics soll HyperSense fortgeführt und in neuen Produktlinien implementiert werden.

Quellen: RoadToVR, IDTechEX, Interhaptics