Razer OSVR Hacker Dev Kit 1.4

Razer OSVR Hacker Dev Kit 1.4

In erster Linie bekannt als Hersteller für Computerzubehör, das speziell für Gamer konzipiert wurde, steigt Razer jetzt auch im Wettstreit um die beste VR-Brille mit ein. Auf der Consumer Electronics Show 2015 in Las Vegas zeigt Razer erstmal das „OSVR“-Headset der Öffentlichkeit. Die Besonderheit ist, dass Razer mit dem „OSVR Hacker Dev Kit“ nicht nur die Hardware sondern auch eine passende Open-Source-Software (OSVR steht für Open-Source Virtual Reality) liefert, mit deren Hilfe Entwickler Virtual-Reality-Erfahrungen erstellen können. Razer legt großen Wert darauf, dass die Brille besonders zugänglich für Entwickler ist, die mit der Hard- und Softwarekombination schnell gute Ergebnisse liefern soll.

Ähnlich wie bei den Mitwerbern Sony Morpheus, Oculus Rift oder HTC Vive handelt es sich auch bei Razers VR-Brille noch um einen Prototypen, der laufend weiterentwickelt wird. Mit der neusten Version der Razer-Brille werden jetzt auch 120hz (als maximale unterstütze Framerate gibt Razer dennoch nur 60 Bilder pro Sekunde an) und Low-Persistence unterstützt, das bedeutet: Geringere Latenzen und fast keine hässlichen Nachzieheffekte mehr im Bild.

Eine Entwicklerversion 1.4 der VR-Brille ist für 350 Euro erhältlich und kann hier bestellt werden.

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https://www.youtube.com/watch?v=dxeQVBwyh8Y

Aufbau der VR-Brille: Dual-Linsen für klare Kanten

Die VR-Brille arbeitet mit der sogenannten Dual-Optik, die das Bild insgesamt homogener zeigt und den VR-typischen Blur-Effekt an den Rändern des Sichtfelds vermeidet. Außerdem soll das Linsen-Set von Razer besonders scharfe Bildeindrücke produzieren.

Razer OSVR - Die Dual-Linsen-Optik zeichnet ein feines Bild. Quelle: Sensics, Inc.

Razer OSVR – Die Dual-Linsen-Optik zeichnet ein feines Bild. Quelle: Sensics, Inc.

Allgemein wirkt die Brille schlanker gegenüber vergleichbaren Headsets wie etwa Oculus oder Morpheus, was auch daran liegt, dass ein Teil der Technik in einer kleinen Box untergebracht ist, das über ein Kabel mit der Brille verbunden ist und an der Kleidung befestigt werden kann. Außerdem lassen sich durch die unterschiedlichen USB-Anschlüsse verschiedene Geräte anschließen und andocken.

Handhabung und Anwendungsbereiche von Razer OSVR

Razer legt den Fokus auf VR-Gaming-Erlebnisse und möchte das VR-Gaming durch Open-Source-Unterstützung nach vorne bringen. Bisher ist noch nicht bekannt, ob es auch eine Lösung für das Bewegungstracking im Raum geben wird. Razer hat dies bisher nicht geplant, da Hard- und Software aber komplett Open Source sind, könnten diese relativ einfach als Add-on entwickelt und in das bestehende System integriert werden. Außerdem veröffentlicht Razer die Baupläne, so dass Entwickler eigene Hardware auf Basis von OSVR bauen können. Razer selbst bezeichnet „OSVR“ als Ökosystem, mit dem Ziel, die Entwicklung von VR-Anwendungen zu unterstützen, die auf mehreren Endgeräten laufen, um eine zu starke Marktfragmentierung durch die Hersteller verschiedener VR-Brillen zu vermeiden.

Razers Partner Leap Motion beschäftigt sich mit Handbewegung und Gestensteuerung, die in der virtuellen Realität originalgetreu umgesetzt werden und so als Eingabemethode für Spiele dienen können. Die Kamera wird direkt am Display der Brille befestigt. Eine Besonderheit der VR-Brille ist, dass sie für Brillenträger geeignet ist, da über die Linsen auch die nötigen Dioptrien eingestellt werden können.

https://www.youtube.com/watch?v=IHg8EA15nZk

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Mehr Informationen zu Razer OSVR:

Bildquelle: Razer / OSVR Press Kit