VR-Entwickler: „Virtual Reality stirbt kein bisschen“

VR-Entwickler: „Virtual Reality stirbt kein bisschen“

Das VR-Entwicklerstudio Survios gehört zu den erfolgreichsten der Branche und zu den wenigen, die Gewinn abschöpfen können. Die Frage, ob das neue Format im Gaming dauerhaft erfolgreich sein wird, stellt sich für das Studio nicht – die nach dem wann hingegen schon.

Aufgrund der eher schleppenden Verkaufszahlen aktueller VR-Brillen macht sich nach dem gigantischen Hype im letzten Jahr speziell im Spielemarkt ein wenig Skepsis breit. Ist die VR-Brille tatsächlich das nächste große Ding für die Gaming-Industrie oder doch nur ein teures Highend-Spielzeug für die Nische?

Für das Virtual-Reality-Studio Survios stellt sich diese Frage nicht ernsthaft. Mit dem Robo-Ballerspiel „Raw Data“ landete Survios im vergangenen Herbst einen ersten Erfolg, auf dem es aufbauen möchte.

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Zuletzt entwickelte das Studio eine für VR-Spielhallen optimierte Version von „Raw Data“, da es dort einen lukrativen Markt vermutet.

Der zweite Titel „Sprint Vector“ ist bereits in Arbeit, soll Ende des Jahres erscheinen und das Problem der VR-Übelkeit bei künstlicher Fortbewegung ein für alle Mal lösen.

Im Dezember 2016 steckten Investoren 50 Millionen US-Dollar in das Tech-Startup, das als Ausgründung der Universität Südkalifornien startete. Den größten Teil der Summe steuerte die Filmproduktionsgesellschaft MGM bei.

In "Sprint Vector" soll einem nicht schlecht werden, obwohl man mit 500 Kilometer pro Stunde durch die Landschaft flitzt.

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Der Markt wächst langsam – aber er wächst

Im Gespräch mit der Webseite Shacknews macht Survios‘ Design-Direktor Mike McTyre deutlich, wofür sein Herz schlägt. „VR stirbt kein bisschen. Der Markt wächst“, sagt McTyre und entgegnet so den Skeptikern.

„Sie [die Hersteller] verkaufen mehr Rift-Brillen. Sie verkaufen mehr Vive-Brillen. Sie verkaufen mehr Playstation VRs. Die Geräte verkaufen sich und der Markt wächst, auch wenn es etwas langsamer geschieht, als es sich die Leute wünschen“, sagt McTyre. In diesem Jahr sollen laut McTyre noch weitere VR-Brillen erscheinen.

„Die Frage ist nicht, ob VR die Zukunft ist“, sagt McTyre. „Die Frage ist, wie lange es dauert, bis wir diese Zukunft erreichen. Es könnten ein paar mehr Jahre sein als erwartet.“ Ziel von Survios sei es, dass Virtual Reality in „allen Variationen“ erfolgreich wird.

Auf der Spielemesse E3 2017 zeigte Microsoft zwar eine neue Xbox-Konsole, aber keine VR-Brille. Der Grund: Der Markt ist noch nicht da.

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| Source: Shack News | Featured Image: Survios