Das schwedische Unternehmen Tobii will 45 Millionen Euro in die Forschung investieren. Das Ziel lautet, maßgeschneiderte Eye-Tracking-Lösungen für VR-Brillen und Smartphones zu entwickeln.

Tobii arbeitet bereits seit 2001 an Eye-Tracking-Technologien und ist im vergangenen Jahr an die Börse gegangen. Das Unternehmen beantragt nun eine Kapitalerhöhung, um Geld in neue Forschungsprojekte zu stecken.

Bislang wurden Eye-Tracking-Technologien hauptsächlich in speziellen medizinischen und wissenschaftlichen Kontexten oder der Marktforschung eingesetzt. Mit neuer Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Hardware entsteht für die Schweden plötzlich ein ganz neuer Markt, der die Endverbraucher im Visier hat.

Laut Pressemitteilung will das Unternehmen künftig vermehrt an Eye-Tracking-Lösungen für VR-Brillen arbeiten. Gespräche mit mehreren Herstellern seien im Gang. Eine größere Summe der Kapitalaufstockung soll in die Übernahme anderer Unternehmen gesteckt werden, deren Know-how für Tobii relevant ist.

Weiterhin arbeitet Tobii mit einem großen Smartphone-Hersteller, dessen Name nicht genannt wird, an einer maßgeschneiderten Integration von Eye-Tracking in mobile Endgeräte. Gerade bei mobilen VR-Anwendungen würde die zusätzlichen Performance, die das sogenannte “Foveated Rendering” freisetzt, enorm helfen.

Bei dem Renderverfahren wird nur jener Bereich des Bildes mit allen Details berechnet, auf den das Auge gerade blickt. Ohne Foveated Rendering wären die Computer nicht leistungsfähig genug für die hochauflösenden 16K-Displays der Zukunft, glaubt Michael Abrash, Leiter der Forschungsabteilung von Oculus VR.

Seit Anfang des Jahres ist bekannt, dass die Eye-Tracking-Technologie von Tobii in zukünftigen Versionen der StarVR-Brille von Starbreeze integriert w…

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