Virtual Reality: Handschuh mit künstlicher Muskulatur simuliert Haptik

Virtual Reality: Handschuh mit künstlicher Muskulatur simuliert Haptik

Ingenieure an der Universität San Diego entwickeln einen Handschuh, der Haptik mit künstlichen Muskelfasern aus der Roboterforschung simuliert. Mit den Handschuhen spielt einer der Wissenschaftler Klavier - in der Luft.

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Der Handschuh besteht aus drei Bauteilen: Das räumliche Tracking übernimmt der 3D-Sensor Leap Motion. Die künstlichen Muskelfasern bilden Gummischläuche, die übers Handgelenk entlang der Finger geführt werden. Ein externer Kompressor pumpt Luft in die Schläuche oder lässt sie heraus, passend zum Widerstand, der simuliert werden soll.

Die Schläuche funktionieren wie Federn, die analog zu einem simulierten Berührungsreiz in der Virtual Reality Druck ausüben. Der Vorteil dieses Ansatzes ist laut den Wissenschaftlern das geringe Gewicht und die hohe Flexibilität des Handschuhs. Das System soll sich gut für die Massenproduktion eignen.

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Der Nachteil liegt auf - oder besser - an der Hand. Die vielen Schläuche, durch die die Luft gepumpt wird, dürften neben dem lauten Kompressor auf Dauer etwas störend sein.

Der Protoyp soll weiterentwickelt werden

"Es ist ein erster Prototyp, aber er funktioniert erstaunlich gut", sagt Michael Tolley, einer der am Forschungsprojekt beteiligten Ingenieure. Das Ziel sei es, eine bessere Erfahrung in Virtual Reality zu ermöglichen. Der Handschuh eigne sich beispielsweise für die Chirurgie oder Videospiele.

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Eine informelle Studie unter 15 Nutzern mit zwei "VR-Interface-Experten" fiel laut den Forschern sehr positiv aus. Die Probanden hätten die haptische Erfahrung als "faszinierend" und "erstaunlich" beschrieben.

Die Ingenieure möchten den Handschuh weiterenwickeln, ihn günstiger, kompakter und portabler machen. Die Leap-Motion-Kamera fürs Tracking soll durch eine eigene Lösung ersetzt werden.

Andere Ansätze für die virtuelle Haptik-Simulation scheinen näher an der Marktreife zu sein, beispielsweise das Ultraschallsystem von Ultrahaptics oder der Exo-Handschuh Dexmo.

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| Featured Image & Source: UC San Diegpo