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Virtual Desktop hat eine erstaunlich große Anhängerschaft

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15. Juni 2023:

Virtual-Desktop-Entwickler Guy Godin erläuterte mittlerweile auf Twitter, dass lediglich zwei Prozent der Nutzenden der Quest-2-Fassung mit einer Quest Pro auf seine App zugreifen (Tweet siehe unten). Selbst unter Enthusiasten mit Zugriff auf einen Spiele-PC könnte die Premium-VR-Brille also kaum verbreitet sein. Quest-1-Nutzende lägen in Virtual Desktop immerhin noch bei rund sechs Prozent, so Godin.

Meta veröffentlicht keine nach Modellen aufgeschlüsselten Quest-Verkaufszahlen. Einem Leak zufolge sprach Mark Zuckerberg kürzlich in einem internen Meeting von "mehreren zehn Millionen" verkauften Quest-Geräten. Diese Zahl deckt sich mit einem älteren Leak vom März 2023 über knapp 20 Millionen verkaufte Quest-Headsets.

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Ursprünglicher Artikel vom 15. Juni 2023:

Meta verschickt E-Mails, in denen die monatlichen Nutzerzahlen von Virtual Desktop und anderen beliebten VR-Apps preisgegeben werden.

Einige Quest-Nutzer:innen berichten, dass sie E-Mails von Meta erhalten haben, in denen die monatlichen Nutzerzahlen von VR-Apps genannt werden.

Der VR-Youtuber Brad Lynch teilte via Twitter eine solche E-Mail zu Virtual Desktop. Darin heißt es:

"178.603 Leute besuchten Virtual Desktop im letzten Monat. Die Zahl der Besucher:innen ist ziemlich beeindruckend. Das sind eine Menge neuer Leute, mit denen oder gegen die man spielen kann."

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Wem Virtual Desktop kein Begriff sein sollte: Die VR-App lässt Meta Quest via WLAN mit PCs verbinden, um den PC-Desktop in die Virtual Reality zu holen, Filme in virtuellen Umgebungen auf Großleinwand zu schauen und PC-VR-Spiele zu streamen.

Der Entwickler ist überrascht

Es ist meines Wissens das erste Mal, dass die Nutzerzahlen der VR-App an die Öffentlichkeit gelangen, wobei nicht ganz eindeutig ist, was mit "Besucher:innen" gemeint ist. Vermutlich fallen darunter all jene, die die VR-App im vergangenen Monat mindestens einmal gestartet haben.

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Der verantwortliche Entwickler Guy Godin zeigt sich auf Twitter überrascht, dass Meta die Statistik ohne seine Einwilligung veröffentlicht hat.

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Er selbst sei davon ausgegangen, dass er keine Nutzerzahlen veröffentlichen darf. Metas Technikchef Andrew Bosworth klinkte sich anschließend in die Diskussion ein und schrieb, dass Entwickelnde Nutzerstatistiken nennen dürfen, nur keine Zahlen zu Verkäufen und Umsatz. Godin bestätigte oder dementierte die Zahl nicht.

Für das erfolgreiche VR-Spiel Bonelab wurde übrigens ebenfalls eine E-Mail verschickt. Der Titel kam demnach auf 361.340 monatliche Nutzer:innen.

Meta Quest: PC-VR-Nutzung ist beliebt

Die Frage ist, was Meta mit solchen E-Mails bezweckt. Sie sind offenbar automatisch generiert und sollen die Empfänger:innen dazu bringen, zu einer VR-App zurückzukehren, die sie in der Vergangenheit nutzten. Dem Wortlaut nach zu urteilen sind sie für VR-Apps mit Mehrspielermodus ausgelegt ("mit denen oder gegen die man spielen kann"), wobei Virtual Desktop gar keinen solchen unterstützt.

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Die Zahl von knapp 180.000 monatlichen Nutzer:innen ist stattlich, wenn man bedenkt, dass die PC-VR-Verbindung eine Sekundärfunktion der Meta Quest ist und einen PC voraussetzt.

Geleakten Dokumenten zufolge soll die VR-Plattform im vergangenen Oktober auf 6,37 monatlich Millionen aktive Nutzer:innen verzeichnet haben. Gemessen an dieser Zahl würden knapp drei Prozent aller Quest-Nutzer:innen Virtual Desktop verwenden. Im Meta Quest Store rangiert Virtual Desktop unter den 20 meistbewerteten Premium-Apps.

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Auf die Gesamtheit aller PC-VR-Nutzer:innen der Meta Quest kann man übrigens nicht schließen, da eine stattliche Zahl Nutzer:innen Metas eigenes und kostenloses PC-VR-Streaming-Feature Quest Link nutzen dürften.