Die Besonderheit an VR-Kunst ist eigentlich die 3D-Malerei. Doch Virtual Reality bietet auch Raum für flache Leinwände.

Weshalb sollte man in VR statt in der Realität malen wollen? Vermillion-Entwickler Thomas van den Berge gibt ein paar gute Gründe: Man braucht kaum Platz, muss sich nicht vor Farbklecksen oder schädlichen Gasen fürchten und spart Geld für die Malausrüstung.

Sobald die Malsimulation für Oculus Quest erscheint, könne man das virtuelle Atelier zudem überallhin mitnehmen. Anfänger dürfte außerdem die Undo-Funktion freuen, mit dem man Patzer rückgängig machen kann, was auf einer echten Leinwand fast unmöglich ist.

Akkurate Pinselsimulation

Vermillion simuliert Ölmalerei und ist für Anfänger und Profis geeignet. Anstatt die Farben in einem schnöden digitalen Farbmischer auszuwählen, kann man den Pinsel wie bei der echten Malerei in eine Farbe tunken und auf der Palette mit anderen Farben mischen.

Die Malsimulation bietet eine Vielzahl von Pinseln und unterstützt klassische Maltechniken wie Sfumato, indem sie erfasst, aus welcher Richtung und wie stark man welchen Pinsel gegen die Leinwand drückt. Die Palette hat einen Internet-Browser integriert, sodass man via Youtube Maltutorials oder Videos von Bob Ross schauen kann, während man malt.

Hat man sein persönliches Meisterwerk vollendet, kann man es als hochauflösende Bilddatei exportieren und auf eine echte Leinwand drucken lassen.

Zuerst PC-VR, dann Quest

Vermillion erscheint im Sommer 2021 als Early-Access-Version für PC-VR-Brillen. Gleich danach will van den Berge an der Quest-Portierung arbeiten, die laut eigenen Aussagen bereits läuft und im App Lab erscheinen soll. Dort wartet bereits Konkurrenz: Mit Painting VR ist im April eine ähnliche VR-App erschienen.

Bis zur Fertigstellung der Malsimulation in 2022 sind folgende Features geplant: eine Multiplayer-Unterstützung, die das gemeinsame Malen mit Freunden oder Tutoren erlaubt, neue Studio-Umgebungen und Außengebiete für Freilichtmalerei, Rahmung und Platzierung von Bildern im virtuellen Atelier und ein gesprochenes Tutorial.

Wie viel die App kosten soll, ist noch nicht bekannt. Wer möchte, kann Vermillion bereits bei Steam auf die Wunschliste setzen. Wer am Betatest teilnehmen möchte, kann auf der offiziellen Internetseite mit dem Entwickler in Kontakt treten.

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