Facebook gibt Milliarden aus auf der Suche nach dem großen Nutzen von VR. Der belgische Entwickler Thomas van den Berge findet ihn nebenbei: Malen mit Bob Ross.

Bob Ross teilt ein Schicksal mit vielen bekannten Künstlern: Er musste erst sterben, um im großen Stil berühmt zu werden. Im Alter von 52 Jahren verstarb Ross 1995 an Krebs.

Dass seine TV-Show “The Joy of Painting” dank YouTube und Co. später zum Chill-Out-Format für junge Menschen wurde, bekam er nicht mehr mit.

In den sozialen Medien verzeichnen Videos und Bilder von Bob Ross Milliarden an Aufrufen. Eine Firma verwaltet seinen Nachlass, verkauft Malschulen, T-Shirts, Waffeleisen und mehr.

Ein Gedankenblitz

Ross’ hypnotische Wirkung blieb auch dem belgischen Entwickler Thomas van den Berge im Gedächtnis. Als er für ein Projekt nach einer effektiven Methode suchte, Farbe großflächig auf eine virtuelle Oberfläche zu bringen, kam ihm Ross ins Gedächtnis: Was wäre, wenn man in VR gemeinsam mit Ross malen lernen könnte?

Gedacht, getan: Van den Berge entwickelte einen Prototyp für eine VR-Malsoftware mit Bob Ross in der Hauptrolle. Ross’ Malanweisungen laufen in einem Video auf der großen Leinwand, gleich neben der Leinwand steht eine VR-Staffelei. Auf der malt der VR-Brillenträger Pinselstrich für Pinselstrich Ross’ Kunst nach.

Der Bob-Ross-Hype ist echt

Auf den ersten Prototyp erhielt van den Berge so viel positive Resonanz, dass er das Projekt gerne weiterverfolgen und bald bei Bob Ross’ Firma anklopfen will.

Falls die grünes Licht gibt und das Projekt weitergeht, will er technisch nachlegen und eine so akkurate Pinselsimulation entwickeln, dass die VR-Zeichnung ebenso gut gelingen kann wie eine reale.

“Ich will, dass man das gleiche Ergebnis wie Bob Ross auf die Leinwand bekommen kann”, sagt mir van den Berge. “Das ist sehr wichtig für die ganzen ‘fröhlichen kleinen Bäume’.”

Auch die korrekte Mischung von Farben sei ein “hoch kompliziertes Thema”. Sogar Multinutzer-Sessions hat van den Berge auf dem Zettel für virtuelle Bob-Ross-Malkurse mit Freunden.

Da der Entwickler nicht Vollzeit an dem Projekt arbeiten kann, wird es “noch eine Weile dauern”, bis die App auf den Markt kommt – sofern die Bob-Ross-Firma der Weiterentwicklung zustimmt.

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