Wer schon immer wissen wollte, wie das Innenleben der Valve Index aussieht, hat nun Gelegenheit dazu. Der russische VR-Youtuber Ilja Zegars nimmt das Gerät Stück für Stück auseinander und enthüllt, welche Technik drinsteckt.

Zegars unterhält einen Youtubekanal und Blog über Virtual Reality und arbeitete zeitweise für den VR-Brillenhersteller Varjo.

Vor einem Jahr nahm der Russe Valve Index  (Test) zum ersten Mal auseinander, nun folgt ein detaillierter Teardown. Das Ziel: Das Gerät soll bis in die Einzelteile und verbaute Technik identifiziert werden.

Zegars beginnt bei den Bauteilen, die sich leicht entfernen lassen: dem Gesichtspolster, dem Kabel und den Ohrlautsprechern. Danach macht er sich an die Entfernung der Frontabdeckung, mit dem Ziel, die Hauptleiterplatte freizulegen. Dies gestaltet sich schwierig, weil die in die Abdeckung eingelassene Trackingtechnik und Frontkameras mit der Platine verkabelt sind.

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Valves mehrschichtige Speziallinsen. | Bild: Ilja Zegars

Displays mit Pixelweichzeichner

Nach der geglückten Operation identifiziert Zegars mit fremder Hilfe Mikrochip für Mikrochip. Die zahlreichen Recheneinheiten sind unter anderem für die Verarbeitung der Trackingdaten, der PC-Videosignale und der Kamera-Videofeeds zuständig.

Bei den Displays handelt es sich um 3,5 Zoll große LC-Displays des chinesischen Herstellers BOE mit einer Auflösung von je 1.440 mal 1.600 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 615 PPI. Die Displays sind fest mit einer zerbrechlichen, aus Kristallglas bestehenden Streuscheibe verklebt, die Pixelstrukturen weichzeichnet und somit den sogenannten Fliegengittereffekt reduziert.

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Gut erkennbar: Der Mechanismus für die Anpassung der Displays und Linsen an den eigenen Augenabstand. | Bild: Ilja Zegars

Lieber nicht nachmachen

Sehr gut zu sehen ist der kreisförmige Mechanismus, der für die Einstellung der VR-Brille an den eigenen Augenabstand verantwortlich ist und die Displays samt Linsen zusammen- oder auseinanderschiebt, wenn man den Regler an der Unterseite der VR-Brille betätigt.

Weil manche Bauteile fest verklebt sind, wendet Zegars mitunter Gewalt an und beschädigt die Valve Index dadurch nachhaltig. Als Beispiel für Reparaturen, die man nicht selbst vornehmen sollte, nennt Zegars das Ersetzen der Displays und Linsen.

Der Teardown findet man in Zegars Blog. Hochauflösende Bilder hat er separat hochgeladen.

Weiterlesen über Valve Index:

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