Lenovo steigt tiefer ins AR-Geschäft ein und kündigt die AR-Plattform “ThinkReality” für Geschäftskunden und B2B-Anwendungen an. Das erste Gerät dieser Produktlinie ist die AR-Brille A6.

Das Gerät wiegt 380 Gramm und kommt wie Magic Leap One mit einem kabelgebundenen Taschencomputer. Der hat einen Snapdragon-845-SoC verbaut und kann an den Gürtel gehängt oder am Arm getragen werden.

Bei den optischen Elementen handelt es sich um Wellenleiter des Herstellers Lumus. Die AR-Brille nutzt ein 1080p-Display pro Auge und bietet ein diagonales Sichtfeld von circa 40 Grad. Das ist weniger als Hololens 2, die ein diagonales Sichtfeld von 52 Grad bietet.

Die A6 hat im Gehäuse eine 13 Megapixel-RGB-Kamera und zwei Fischenaugenobjektive verbaut, über die es sich im Raum orientiert. Ein Tiefensensor ist ebenfalls an Bord. Die AR-Brille bietet Gesten-, Stimmen- und Objekterkennung und kann zusätzlich mit einem Zeigecontroller gesteuert werden. Bei der Verarbeitung visueller Daten hilft der Computer-Vision-Chip Intel Movidius.

Die AR-Brille von hinten. BILD: Lenovo

Das Betriebssystem beruht auf einer modifizierten Android-Oreo-Version. 4G und 5G werden nicht unterstützt, stattdessen muss das Gerät per WLAN mit dem Internet verbunden werden. Die austauschbare Batterie soll bis zu vier Stunden durchhalten.

Die AR-Brille erscheint mit einer offenen AR-Entwicklungsplattform, die sich an Unternehmen richtet und mit allen XR-Geräten und Cloud-Anbietern kompatibel sein soll.

Der Preis und das genaue Erscheinungsdatum sind noch nicht bekannt, die A6 soll jedoch später in diesem Jahr auf den Markt kommen. Unternehmen können bei Interesse schon jetzt mit Lenovo Kontakt aufnehmen.

Titelbild: Lenovo

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