Theater & VR: Wittgensteins Mätresse erstmals in Deutschland

Theater & VR: Wittgensteins Mätresse erstmals in Deutschland

Das Staatstheater Augsburg setzt sein innovatives Bühnenprogramm fort: Der Roman „Wittgensteins Mätresse“ kommt als hybride Vorstellung ins Theater.

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Wie geht Realität und Virtualität so zusammen, dass sie sich nicht ausschließen, sondern ergänzen? Eigentlich im Metaverse, aber das Konzept steckt noch in den Kinderschuhen und es gibt zu viele missverständliche oder falsche Interpretationen, als dass es derzeit hilfreich wäre.

Trotzdem wird Digitales und Reales schon lange immer weiter zusammengeführt – im Falle des Staatstheaters Augsburg sowohl innovativ als auch erfolgreich. Hervorragende VR-Theaterstücke wie „Solo“ oder das Ballett „kinesphere“ bringen Theater via VR nach Hause. Aber auch vor Ort, im realen Theater spielt VR eine Rolle, etwa in „Orfeo ed Euridice“. Theaterbesucher:innen setzen zu bestimmten Momenten während der Vorstellung die VR-Brille auf und erleben etwa die griechische Unterwelt in Virtual Reality.

Deutsche Erstaufführung in Augsburg: Wittgensteins Mätresse als hybrides Theaterstück

Der Roman „Wittgensteins Mätresse“ wurde 1988 vom US-amerikanischen Autor David Markson veröffentlicht. Unter anderem durch die Aneinanderreihung von Anspielungen und Statements macht das Buch stilistische Anleihen beim Tractatus logico-philosophicus des Philosophen Ludwig Wittgenstein.

Protagonistin Kate glaubt, dass sie der letzte lebende Mensch auf der Erde ist. Sie „schaut“ trotzdem nach Überlebenden der Apokalypse, erinnert sich an Kunst und Künstler:innen einer vermeintlich untergegangenen Zivilisation und reist in ihrer Fantasie durch die Kulturgeschichte von Homer bis Shakespeare. Aber vielleicht ist die getrieben wirkende, einsame Strandhausbewohnerin einfach nur verrückt?

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Erstmals kommt das vielschichtige Stück in deutscher Sprache auf die Bühne. In der multimedialen Inszenierung von Nicole Schneiderbauer mischen sich „performativ-szenische Theaterformen“ mit VR-Elementen, durch die Zuschauende direkt in die Gedankenwelt der Protagonistin eintauchen.

Hybrid-Theater Augsburg: Wittgensteins Mätresse ab 18.11. im Alten Gaswerk

Die Premiere findet am 18.11.2022 um 19.30 Uhr vor der Industriekulisse des Kühlergebäudes im Alten Gaswerk in Augsburg statt.

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Karten für die zehn Vorstellungen bis Mitte Dezember sind beim Besucherservice des Staatstheaters Augsburg erhältlich (Telefon 0821 324 49 00) per E-Mail an tickets@staatstheater-augsburg.de oder online auf der offiziellen Seite zur Aufführung von Wittgensteins Mätresse.  Augsburger:innen bekommen Karten auch an der Theaterkasse am Rathausplatz (Mo.–Fr. 9 bis 17 Uhr & Sa. 10 bis 17 Uhr).