Quest 2 wird teurer: Carmack findet Metas Gründe „seltsam“

Quest 2 wird teurer: Carmack findet Metas Gründe „seltsam“

Die Preiserhöhung der Meta Quest 2 kam überraschend. John Carmack ist skeptisch und kritisiert Metas Begründung.

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Die Meta Quest 2 kostet ab August 100 US-Dollar oder 100 Euro mehr, je nachdem, in welcher Region man das Headset erwirbt.

Als Gründe für die Preiserhöhung nannte Meta steigende Herstellungskosten und Nachhaltigkeit. Damit Meta langfristig in Virtual Reality investieren könne, müsse der Preis angehoben werden, so die offizielle Begründung. Das Unternehmen verdient Berichten zufolge kein Geld durch Verkäufe der Meta Quest 2.

Die Entscheidung dürfte auch auf Druck von Investoren und durch die schwierige Situation zustande gekommen sein, in der sich Meta derzeit befindet.

Carmack sieht Vorteile für Verbraucher

Der langjährige Oculus-Technikchef und heutige Meta-Berater John Carmack findet diese Rahmung merkwürdig und denkt, dass die Begründung nichts Gutes bewirken wird. Vermutlich deshalb, weil sie es versäumt, konkrete Vorteile herauszustreichen. Carmack nennt eine mögliche positive Entwicklung, die beim Zurückfahren der Hardware-Subventionen eintreten könnte.

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Laut Mark Zuckerberg wird der niedrige Preis des VR-Headsets durch Store-Einnahmen querfinanziert. Die kommen durch eine 30-Prozent-Gebühr auf alle Umsätze zustande, die Entwickelnde und Studios mit VR-Apps machen.

Die von Meta angestrebte Maximierung der Store-Einnahmen stünde gelegentlich in Konflikt mit den Geschäftsmodellen Dritter, meint Carmack und spielt damit wohl auf Bigscreen an. Der ehemalige Oculus-Technikchef hofft, dass sich daran etwas ändern könnte – was klare Vorteile für Endverbraucher hätte.

Bigscreen könnte mehr Filme zeigen und damit auch noch Geld verdienen. Davon profitierten am Ende die VR-Kinogänger:innen.

Was gewinnt: Preis oder Technik?

Carmack ist gespannt, welche Auswirkungen die Preiserhöhung auf die Verkäufe der Meta Quest 2 haben wird.

„Das wird ein sehr wichtiger Datenpunkt. Ich habe immer dafür argumentiert, dass der Einstiegspreis sehr wichtig ist, während andere sich mehr über neue Features zu höheren Preisen freuen. Was jetzt und mit dem nächsten Headset passiert, wird viel über die Preiselastizität aussagen“, schreibt Carmack.

Die Aussagekraft der Zahlen werde allerdings dadurch verwässert, dass Meta zum gleichen Zeitpunkt Meta-Accounts einführt. „Wir werden viele wegen des Preises verlieren, aber einige Facebook-Verweigerer hinzugewinnen“, schreibt Carmack. „Ich wünschte, man hätte die beiden Kräfte unabhängig voneinander getestet.“

Meta Quest 2 aus Deutschland bestellen

Meta Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

Bei Amazon Frankreich könnt ihr die Meta Quest 2 ganz normal kaufen. Tipp: Rechtsklick auf die Webseite und “Übersetzen” wählen.

Meta Quest – 128 GB | Oculus Quest – 256 GB

Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv - Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.

Quellen: John Carmack @ Twitter