Eure nächste OP könntet ihr in VR "verschlafen"

Kann Virtual Reality Patient:innen die Angst bei Operationen nehmen und Beruhigungsmittel sparen? Eine Studie deutet darauf hin.
Neue Technologien halten auch in der Medizin Einzug. Chirurgen trainieren in VR oder bereiten sich auf komplexe Operationen vor, etwa die Trennung siamesischer Zwillinge. Doch auch Patient:innen sollen künftig von VR-Brillen im OP profitieren.
Operationen, etwa an den Gliedmaßen, werden üblicherweise mithilfe einer Teilnarkose durchgeführt. Ärzte blockieren dabei lokal einen Nerv, die Patient:innen bleiben jedoch während des chirurgischen Eingriffs bei vollem Bewusstsein.
Verhindert VR Angst im Operationssaal?
VR auch in deutschen Krankenhäusern
Auch in deutschen Operationssälen hält VR Einzug. Im Klinikum Fichtelgebirge schauen Patient:innen während einer Operation Filme. Mit der VR-Brille sollen sich Patient:innen bei Eingriffen mit Teilnarkose entspannen, erklärt der Klinik-Standort Marktredwitz in Oberfranken.
Patient:innen können aus verschiedenen Kinofilmen wählen, etwa Mission Impossible mit Tom Cruise. Weiterhin sind auch klassische Konzerte im Angebot. Welche App zur Darstellung in VR verwendet wird, ist nicht bekannt. Nach einer Testphase und positiven Rückmeldungen soll Virtual Reality dauerhaft an Standorten der Klinik-Gruppe eingesetzt werden.
Auch in Großbritannien wird VR bereits in Krankenhäusern bei OPs erfolgreich eingesetzt.
Studie: VR im Operationssaal mit Vorteilen
Für die Forschenden in Colorado ist klar: VR im OP-Saal hat große Vorteile, nicht nur zur Beruhigung. Während Patienten im Dämmerzustand keine hilfreichen Rückmeldungen zu ihrem Befinden geben können, ermöglicht die VR-Brille Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen.
Beispielsweise kann die verbleibende Dauer der OP über in die VR-Brille eingeblendete Textnachrichten mitgeteilt oder das Befinden direkt abgefragt werden, berichtet Faruki. In Zukunft wollen die Forschenden ältere Patient:innen bei Hüft-Operationen in die Virtual Reality schicken – für sie sind die Nebenwirkungen von Beruhigungsmitteln gefährlicher als für junge Menschen.
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