Chirurgie lernen in VR: Startup erhält 20-Millionen-Invest

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Update vom 12. August:

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FundamentalVR erhält in der zweiten Finanzierungsphase weitere 20 Millionen US-Dollar. Das seit der Gründung eingesammelte Risikokapital liegt jetzt bei 30 Millionen US-Dollar.

„Angesichts immer komplexerer chirurgischer Eingriffe ist es wichtig, medizinischen Fachkräften neue Methoden für die Vermittlung chirurgischer Fertigkeiten und für die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den damit verbundenen Kosten- und Zeitaufwand zu bewältigen“, sagte Drew Burdon, Partner beim Investor EQT Life Sciences.

„HapticVR ist ein differenzierter Ansatz, der bereits in kurzer Zeit von einer Reihe hochkarätiger Kunden angenommen wurde, was zeigt, welchen Mehrwert dieses System heute bieten kann.“

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Mit dem Kapital möchte das Start-up die eigene chirurgische Trainingsplattform HapticVR weiterentwickeln sowie das zugehörige KI-basierte Analyseprogramm. Außerdem will FundamentalVR in den USA expandieren. Derzeit ist die Medizin-Software laut des Start-ups in 30 Ländern im Einsatz.

Ursprünglicher Artikel vom 30. Oktober 2019:

FundamentalVR arbeitet seit 2012 an einer VR-Trainingsplattform für Chirurgen. Nun erhielt das Unternehmen 5,6 Millionen US-Dollar von Investoren.

„Fundamental Surgery“ heißt die VR-Trainingsplattform, die eine VR-Simulation mit einem haptischen System verbindet und angehende Chirurgen spüren lässt, wenn sie mit dem Messer ins virtuelle Fleisch schneiden.

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Die Investitionsrunde führte Downing Ventures an. Weitere Investoren sind Epic Private Equity, Brighteyes Ventures sowie die Mayo Clinic und die deutsche Krankenhausgruppe Sana Kliniken, die die Technologie bereits einsetzen.

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Chirurgen lernen in VR, wie man ein künstliches Kniegelenk einsetzt. BILD: FundamentalVR

Der Flugsimulator für Chirurgen

Das zusätzliche Kapital wird zur Weiterentwicklung der Trainingsplattform eingesetzt. Der „Flugsimulator für Chirurgen“ unterstützt bislang vier spezifische Operationen am Rücken, an der Hüfte und am Knie. Die Hardware-Unterstützung soll zudem auf autarke VR-Brillen wie Oculus Quest und Vive Focus Plus ausgeweitet werden.

FundamentalVR ist nicht das einzige Startup, das virtuelles Chirurgentraining entwickelt. Erst vor kurzem erhielt das Startup Mediview XR ebenfalls eine Investition in der gleichen Größenordnung. Es entwickelt ähnliche Simulationslösungen für Chirurgen, im Gegensatz zu FundamentalVR aber für AR-Brillen wie Hololens.

Im folgenden Video sieht man an praktischen Beispielen, wie Chirurgen in der Virtual Reality Operationen üben können.

Quellen: FundamentalVR