Im November erschien Spotify für die AR-Brille Magic Leap 1. Eine räumliche Musikstreaming-App? Die Idee klingt verlockend, leider hapert es an der Umsetzung.

Man stelle sich vor, man könnte Alben per Augmented Reality räumlich in seiner Wohnung verankern. An der Wohnzimmerwand hingen die Rolling Stones, im Schlafzimmer Chill-Out-Stücke und im Badezimmer der MIXED.de-Podcast.

Die XR-Webseite Next Reality wagte einen kritischen Test der Spotify-App für Magic Leap 1. Der zeigt, dass die Anwendung noch experimentell ist und wichtige Komfortfunktionen vermissen lässt.

So kann man die App nur nutzen, wenn man Spotify Premium-Kunde ist und muss Spotify zuerst auf einem Desktop-PC mit Magic Leap 1 koppeln. In der AR-App selbst geht das nicht.

Die Platzierung von Alben im Raum funktioniere und mache auf den ersten Blick viel Spaß, schreibt der Tester. Leider könne man aber nur Stücke abspielen, die man bereits auf der Smartphone- oder PC-App ausgewählt und abgespielt hat. Ohne ein Zweitgerät wie Smartphone oder Desktop-PC in der Nähe kann man Spotify AR nicht effektiv nutzen.

Noch nicht der iPod der Augmented Reality

Das zeigt sich auch daran, dass man in der AR-App nicht nach bestimmten Songs oder Künstlern suchen kann, sondern nur nach Musikgenres. Eine entsprechende Suchfunktion fehlt schlicht.

Gefallen hat dem Tester die Möglichkeit, die Spotify-App als einen Mini-Player in anderen Anwendungen zu nutzen und so zum Beispiel beim Arbeiten mit Magic Leap 1 Musik zu hören. Die Größe des digitalen Mini-Player-Overlays kann frei angepasst werden.

Spotify auf Magic Leap One sei nicht der iPod der AR, schreibt der Tester in seinem Fazit. Die App zeige jedoch, in welche Richtung Musikstreaming in AR gehen könnte. Sich seine Musiksammlung in Augmented Reality anzuschauen, sei zwar cool, derzeit aber noch von wenig praktischem Nutzen.

Titelbild und Quelle: Next Reality

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