In “Gadgeteer” baut man aus Dominosteinen und Kugelbahnen verrückte Physikmaschinen. Das weckt Erinnerungen an die eigene Kindheit. In der Computersimulation macht das Experimentieren noch mehr Spaß, denn man kann die Kettenreaktion per Knopfdruck jederzeit zurücksetzen.

Gadgeteer bietet zwei Spielmodi. Im Puzzle-Modus löst man bis zu 60 Physikrätsel. Hier muss man mit einer begrenzten Zahl an Bauteilen Maschinen konstruieren, sodass am Ende der Kettenreaktion ein bestimmtes Ziel erreicht wird: der letzte Stein betätigt einen Knopf oder eine Kugel läuft in ein Ziel.

Die ersten Rätsel führen schrittweise in die Steuerung und Spielmechanik ein, später werden sie immer vertrackter.

Im Sandbox-Modus gibt es kein definiertes Ziel: Hier können Physiktüftler nach Lust und Laune experimentieren und dabei von Anfang an auf die gesamte Palette an Bauteilen zurückgreifen. Die konstruierten Physikmaschinen können mit anderen Spieler geteilt werden.

Vorbildliche VR-Umsetzung

Gadgeteer würde nicht halb so viel Spaß machen, wenn es nicht hervorragend für Virtual Reality umgesetzt wäre. Der Titel ist ein Glanzbeispiel für gelungenes VR-Interfacedesign und das obwohl es sich noch im Early Access befindet.

Mit einer Hand öffnet man eine Tafel, aus der man Bauteile greifen kann. Mit der anderen Hand platziert man die Bauteile in der Welt, klont oder löscht sie. Zwischen den drei Interaktionsmodi wechselt man per Knopfdruck, wie in folgendem Video zu sehen ist. So steht dem Bauen und Experimentieren nichts im Wege.

Hat man unabsichtlich eine Kettenreaktion ausgelöst oder ist mit einem Mechanismus unzufrieden, kann man per Undo-Funktion jederzeit zu einem früheren Zustand zurückkehren.

Für Oculus Quest geplant

Gut gelungen ist auch die künstliche Fortbewegung: Gadgeteer lässt sich ohne Einschränkungen und bequem im Sitzen spielen, weil man die räumliche Position und die Ausrichtung des virtuellen Körpers flugs anpassen kann und die relevante “Baustelle” so stets unmittelbar vor sich hat.

Natürlich kann man sich auch physisch durch den Raum bewegen, sofern man genug Platz hat. Mit Oculus Quest dürfte Gadgeteer deshalb noch mehr Spaß machen als mit kabelgebundenen VR-Brillen: Die Entwickler haben bei Steam angekündigt, dass sie den Titel portieren wollen.

Gadgeteer ist im Oculus Store für Oculus Rift (15 Euro) und bei Steam für HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality (12,50 Euro) erhältlich.

Titelbild: Metanaut

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