Quest for Business: Oculus launcht neue VR-Lösung für Unternehmen

Quest for Business: Oculus launcht neue VR-Lösung für Unternehmen

Oculus for Business ist bald Geschichte. Mit „Quest for Business“ launcht Meta (ehemals: Facebook) eine neue Lösung für Unternehmen, die Oculus Quest 2 für die Arbeit einsetzen.

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Quest for Business wurde letzte Woche auf der Connect 2021 angekündigt. Nach zwei Jahren Oculus for Business krempelt Meta die eigene B2B-Lösung erneut um.

Mit Quest for Business müssen Unternehmen nicht mehr eine spezielle Oculus for Business-SKU der Oculus Quest 2 für 799 US-Dollar kaufen. Die herkömmliche Endverbraucherversion der Oculus Quest 2 (Test) reicht nun. Die reinen Gerätekosten fallen damit auf 299 (128 Gigabyte Speicher) bzw. 399 US-Dollar (256 Gigabyte Speicher) – eine Kampfansage an Pico und HTC und deren B2B-Lösungen.

Für den B2B-Betrieb und -Support werden natürlich weitere Kosten anfallen. Laut FAQ arbeitet Meta noch an der Bepreisung und den Paketen. Ein abschließendes Urteil kann man demnach noch nicht fällen.

Login mit neuem Work Account

Die Oculus for Business-SKU der Oculus Quest 2 nutzte eine eigene, separat entwickelte Software-Plattform ohne Zugang zum Oculus Store und ohne Facebook-Kontopflicht. Mit Quest for Business meldet man sich stattdessen mit einem sogenannten Work Account an, der nicht mit dem persönlichen Facebook-Konto verknüpft ist.

Die Trennung zwischen einem Privatnutzer- und Arbeitskonto ist zwar willkommen, grundsätzliche Bedenken bezüglich Datenschutz- und -sicherheit dürften damit aber nicht ausgeräumt sein.

Mit Quest for Business und dem neuen Work Account erhalten professionelle Anwender:innen Zugriff auf ein speziell fürs Arbeiten optimiertes Horizon Home sowie alle bestehenden und kommenden Software-Features, die das Arbeiten mit Oculus Quest 2 erleichtern: Multitasking, die VR-Integration des physischen Schreibtischs, die Bluetooth-Kopplung von Eingabegeräten, 2D-Apps wie Dropbox und Slack und vieles mehr.

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Alle wichtigen Features dabei

Ebenfalls inbegriffen ist die im Sommer gelaunchte Kollaborationsapp Horizon Workrooms, die demnächst eine Zoom-Integration erhalten wird. Für 2022 kündigte Meta eine Auswahl verschiedener Konferenzräume an, die an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können, zum Beispiel mit Firmenlogos und -Postern an den Wänden.

Quest for Business-Nutzer:innen erhalten außerdem Zugriff auf weitere Produktivitäts- und Kollaborationsapps des Oculus Stores wie Spatial, Gravity Sketch, Arthur, Immersed, Engage und kommende B2B-Produkte wie Facebook Business Manager und Portal.

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Metas neue B2B-Lösung bietet IT-Teams ein System für geräteübergreifende Accountverwaltung sowie Unterstützung für Mobile Device Management (MDM) und SSO-Integration. Die Zielgruppe sind individuelle Nutzer:innen, Teams und kleine bis mittlere Unternehmen. Große Unternehmen will Meta erst nach dem Launch von Quest for Business in 2023 ins Auge fassen.

Offizieller Launch erst 2023

Metas übergeordnetes Ziel ist klar: Die Oculus Quest 2 soll eine Allzweckbrille werden, die man bei Bedarf in ein Arbeitsgerät verwandeln kann, ohne in ein weiteres SKU investieren zu müssen.

Das Ende von Oculus for Business dürfte den Vertrieb und die weitere Entwicklung enorm vereinfachen, da Meta weder separate Geräte verkaufen noch eine komplett vom Oculus Store getrennte Software-Plattform supporten muss.

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So stellt sich Meta die Arbeit im virtuellen Büro vor. | Bild: Meta

Wie sieht die Roadmap für Quest for Business aus? Eine geschlossene und experimentelle Betaphase für ausgewählte Unternehmen beginnt noch in diesem Jahr. Im Laufe des nächsten Jahres will Meta weitere Unternehmen in die Beta einladen. Auf Basis des Feedbacks soll sich Quest for Business weiterentwickeln und 2023 offiziell launchen.

So geht es weiter mit Oculus for Business

Oculus for Business wird bis Ende des Jahres heruntergefahren. Bestehende Oculus for Business-Kunden haben folgende Möglichkeiten: Sie können entweder ihre Business-SKUs in Consumer-SKUs umwandeln und an der Quest for Business-Beta teilnehmen, indem sie ein entsprechendes Support-Ticket eröffnen. Diese Umwandlung kann nicht rückgängig gemacht werden. Oder sie nutzen weiter Oculus for Business und deren Software-Plattform.

Oculus for Business-SKUs kann man noch bis zum 31. Dezember 2021 erwerben. Unternehmen erhalten damit wie gehabt speziellen Support und eine erweiterte Garantie sowie Sicherheitsupdates. Die Oculus for Business-Plattform wird allerdings nicht mehr weiterentwickelt: 29.0 wird die letzte Version der Software.

Unternehmen finden hinter folgenden Links weitere Informationen. Empfehlenswert ist der Newsletter, da in den kommenden Wochen und Monaten viele weitere wichtige Details zu Quest for Business folgen werden.

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Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

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