Project Cambria: Neue Technik-Details, erster Testbericht

Project Cambria: Neue Technik-Details, erster Testbericht

Es gibt neue Einzelheiten zu Project Cambria sowie einen Ersteindruck vom Passthrough-Modus.

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Mark Zuckerberg kündigte gestern neue Infos zum kommenden VR-Headset an. Der Fokus werde auf dem Augmented-Reality-Modus des Geräts liegen, so der Meta-CEO.

Heute postete Zuckerberg ein kurzes Video, in dem er das Gerät aufsetzt und eine Augmented-Reality-Demo ausprobiert. Dabei sind Videoaufnahmen aus seiner Perspektive zu sehen. Sie zeigen wie die physische Umgebung und digitale Einblendungen verschmelzen dank Cambria Farb-Passthrough.

Project Cambria wurde für das Video so stark verpixelt, dass man keine Details erkennt. Meta ist offenbar noch nicht bereit, das finale Design zu zeigen. Bislang gab es nur ein Rendervideo des Geräts zu sehen.

Meta launcht neue AR-Schnittstellen

Die AR-Demo mit dem Namen The World Beyond soll die Möglichkeiten von Metas Presence Platform demonstrieren. Die Presence Platform ist eine Gruppe von Schnittstellen für Meta Quest und Project Cambria, die natürlichere Interaktionen und fortschrittliche Augmented Reality ermöglicht. Teile der Presence Plattform rollten seit 2021 staffelweise aus. Mit dem nächsten SDK-Release sollen sie in Gänze verfügbar werden und neue Möglichkeiten mit sich bringen. Nutzer:innen werden den eigenen Raum kartografieren und digitale Objekte dauerhaft an Ort und Stelle platzieren können.

The World Beyond wurde auf der Connect 2021 erstmals vorgestellt und profitiert von Cambrias Spezialfähigkeiten wie dem hochwertigen Video-Passthrough. Die AR-Demo erscheint nächste Woche im App Lab und kann dann auch mit Meta Quest 2 ausprobiert werden, allerdings wie gewohnt nur in grobkörnigem Schwarzweiß.

Die VR-Studios Resolution Games und Schell Games haben eigene AR-Demos für die Presence Plattform geschaffen, die ebenfalls in Kürze erscheinen sollten. Sie sind im folgenden Video zu sehen.

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Cambria-Kameras: Dreimal so hohe Auflösung

Neue technische Details zu Cambria liefert indes ein Artikel der Webseite Protocol.

Redakteur Janko Roettgers konnte The World Beyond mit einer Vorab-Version von Cambria ausprobieren. Den Farb-Passthrough bezeichnet er als „massive Verbesserung“ gegenüber Quest. „Es ist immer noch kein fotorealistisches Bild, aber es beginnt, sich weniger störend anzufühlen. Mehr wie ein Heimvideo mit anständiger Qualität, weniger wie Blair Witch Project“, so Roettgers.

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Die Auflösung der Sensoren soll laut Zuckerberg dreimal so hoch sein wie bei Quest 2. Meta habe eine Roadmap, um noch höher zu gehen. „Wir werden das weiter vorantreiben“, sagt Zuckerberg.

Die Farbigkeit und höhere Auflösung verbessert nicht nur die Passthrough-Erfahrung, sie ermöglicht es Cambria auch, die Umgebung klarer wahrzunehmen und Objekte voneinander zu unterscheiden. „Während die Quest drei übereinander liegende Objekte als einen großen Klecks sieht, kann Cambria womöglich klarere Grenzen erkennen“, schreibt Roettgers.

Meta legt nach beim Handtracking

Cambria werde sich beim Launch um Arbeitsanwendungen drehen, sagt Zuckerberg dem Journalisten. Das Headset sei eines in einer ganzen Reihe von Geräten, die Meta an Unternehmen und Wissensarbeiter:innen verkaufen möchte und das eines Tages den Laptop oder die Workstation ersetzen soll. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen Headsets dieser Art zum primären Arbeitsgerät werden, hofft Meta.

Roettgers‘ Artikel enthüllt zudem, dass Cambria mit einem IR-Tiefensensor ausgestattet sein wird, wovon auch das Handtracking profitieren dürfte. Die Technologie, die Meta mit Meta Quest einführte, hat die Erwartungen des Unternehmens übertroffen, weshalb sich Meta bei zukünftigen Headsets noch stärker auf Handtracking fokussieren wird.

„Mit Cambria und den zukünftigen Geräten haben wir jetzt diese ganze Sensorarchitektur, die mehr für die Hände optimiert sein wird. Sie werden also eine viel bessere Hardware-Unterstützung dafür bieten“, sagt Zuckerberg.

Die Integration eines Tiefensensors dürfte eine neuere Entwicklung sein. Im vergangenen Herbst sagte John Carmack, dass Cambria keine speziellen Sensoren für Handtracking integriert haben werde und dass kein großer Qualitätssprung zu erwarten sei.

Quellen: Mark Zuckerberg (Facebook-Link), Protocol 1, 2