In Ghost Giant schlüpft man in die Rolle eines wohltätigen Geistes, der sich mit einem einsamen Jungen anfreundet und ihm helfend zur Seite steht. Ich konnte das vielversprechende VR-Spiel auf einer Sony-Presseveranstaltung in New York ausprobieren.

Hinweis: Sony hat meine Reise nach New York samt Übernachtung bezahlt.

Weit entfernt von unserer Welt, in einem Wald an einem Teich schluchzt und weint ein kleines, einsames Wesen. Es muss seine Traurigkeit und Not gewesen sein, die mich in Erscheinung ruft: Seine in weitem Bogen fließenden Tränen verwandeln sich in Hände, die durchsichtigen Hände eines wohlwollenden Waldgeistes, meine Hände.

Ich neige mich über das Wesen, strecke einen Finger aus und stupse es vorsichtig an. Die unerwartete Anwesenheit eines Geistes erschreckt den Kleinen fast zu Tode.

Angsterfüllt flieht er vor meiner riesenhaften Erscheinung und versteckt sich hinter einem Felsen. Was nun?

Ich hebe den Stein und er sucht erneut das Weite, erklimmt ein Baumhaus. Doch auch dieses ist nicht sicher vor meinem zupackenden Griff: Ich ziehe es an mich heran, bis der Junge aus dem Haus fällt und in den Teich plumpst.

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Die Farm des einsamen Farmerjungen Louie. BILD: Zoink

Ein gespielter Zeichentrickfilm

Trotz meiner Verfolgungsjagd: Das kleine Wesen merkt schon bald, dass ich nichts Böses im Schilde führe. Durch tatkräftige Hilfe und freundliche Gesten gewinne ich Stück für Stück sein Vertrauen.

Ich rupfe beispielsweise verblühte Riesensonnenblumen aus dem vertrockneten Acker seiner Farm oder helfe ihm, sich einen gestohlenen Schlüssel wiederzuholen.

Ghost Giant spielt sich wie ein interaktiver Zeichentrickfilm. Das liegt einerseits an den märchenhaft schön gestalteten Schauplätzen, die durch ihre Dioramen- und Pappmaché-Ästhetik sowie eine breite Farbpalette gefallen.

Andererseits daran, dass die Rätsel sich unaufdringlich ins Geschehen einfügen und die Handlung vorantreiben, ohne dass man sich den Kopf darüber zerbrechen müsste, was als nächstes zu tun ist.

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Im späteren Verlauf besucht man eine benachbarte Stadt und hilft den Anwohnern. BILD: Zoink

Schwerpunkt auf Rätsel und Beziehungspflege

Die Rätsel sollen im Laufe des Spiels komplexer werden und wesentlich mehr Raum einnehmen, erzählt mir ein Vertreter des Entwicklerstudios. Im Mittelpunkt steht jedoch die wachsende Freundschaft zwischen dem Spieler und dem kleinen Louie.

Ghost Giant schlägt damit in die gleiche Kerbe wie das VR-Abenteuerspiel Moss, mit dem Unterschied, dass man Ghost Giants Louie weder steuern noch mit ihm kämpfen kann. Der Schwerpunkt liegt stärker auf Narration statt Action und Geschicklichkeit.

Das Spiel bietet eine Vielzahl an Schauplätzen, die den Spieler wie in Theaterszenen an verschiedene Orte führen. Später besucht man die naheliegende Stadt Sancourt und hilft deren Bürger.

Die Umgebungen, die ich in der Demo erleben konnte, waren mit viel Liebe zum Detail gestaltet: So konnte ich beispielsweise durch ein Fenster in Louies Häuschen schauen und Teile der Inneneinrichtung erkennen. Solche Details tragen bedeutend zur Glaubwürdigkeit der Märchenwelt bei.

Ghost Giant erscheint am 16. April exklusiv für Playstation VR.

Titelbild: Zoink

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