Playstation VR 2: Sonys Ex-Spielechef bedankt sich bei Meta

Playstation VR 2: Sonys Ex-Spielechef bedankt sich bei Meta

Meta Quest 2 holte die VR-Branche aus ihrem Tief. Sonys Shuhei Yoshida bedankt sich bei Meta für die „tolle Arbeit“.

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Shuhei Yoshida war zehn Jahre lang Leiter der weltweiten Sony-Spielestudios und maßgeblich an der Entwicklung von Playstation VR beteiligt. Seit Ende 2019 unterstützt er im Auftrag Sonys Indie-Studios.

Yoshida war dieser Tage Gast auf der Gaming-Konferenz GI Live 2022 und war dort zu einem Gespräch eingeladen, bei dem er auch auf Playstation VR 2 zu sprechen kam. Yoshida äußert sich begeistert über Sonys kommendes VR-Headset und bezeichnet es als „wahre Next-Gen-Erfahrung“.

Yoshida: „Meta macht großartige Arbeit“

Nach Yoshidas Einschätzung ist der VR-Markt noch immer klein und im Wachsen begriffen. 2016 hätte es einen großen Hype gegeben um Virtual Reality, als Sony und Oculus ihre ersten VR-Headsets auf den Markt brachten. Danach habe die Industrie eine schwierige Zeit erlebt, da Investoren das Interesse verloren und sich anderen Dingen zugewandt hätten.

Der große VR-Fan Yoshida würdigt Metas Engagement. „Ich danke Meta. Sie leisten großartige Arbeit mit Quest, sodass mehr Menschen kommen und VR zum ersten Mal ausprobieren“, sagt Yoshida.

Dennoch sei Virtual Reality noch immer ein wachsender Markt und nur eine „Teilmenge“, wenn man sie mit dem Konsolengeschäft vergleiche.

PSVR 2: Schwerpunkt auf Indies?

Yoshidas Dank ist gerechtfertigt: Rückblickend gesehen hat Meta die Branche fast im Alleingang am Leben erhalten, indem es ein profitables Ökosystem schuf.

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Die VR-Studios, die überlebten, könnten laut Yoshida eine entscheidende Rolle für Playstation VR 2 spielen. „Indies warten seit den 90ern auf diese Technologie. Es wird große Titel wie Horizon Call of the Mountain und Resident Evil Village geben. Aber meiner Meinung nach sind es die Indies, die wirklich auf VR wetten.“ Hoffentlich heißt das nicht, dass Sony sich im größtenteils auf Indie verlässt.

Der Metaverse-Hype, so meint Yoshida weiter, habe neuen Schwung in die Industrie gebracht und die Investitionen zurückgebracht. Man werde großartige VR-Spiele von VR-Publishern sehen, die in der Zwischenzeit viel gelernt haben und neue Mittel zur Umsetzung ihrer Pläne haben.

Der Dank ist beiderseitig

Interessant ist die Frage, wie Sonys VR-Strategie aussähe, hätte Meta Quest 2 keinen so durchschlagenden Erfolg gehabt. Hätte Sony dennoch einen zweiten Versuch mit Playstation VR 2 gewagt oder eher davon abgesehen, da VR-Studios sich mittlerweile von dem Medium abgewendet hätten? Wir werden es vielleicht nie erfahren.

Meta wird jedenfalls erleichtert sein, dass Sony wieder ganz vorne mitspielt und ebenfalls in Virtual Reality investiert. Der Dank dürfte demnach beiderseitig sein, wie ich vor kurzem in einer Kolumne schrieb.

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Nachfolgend findet ihr die übersetzten Aussagen Shuhei Yoshidas in Gänze.

„Sie wissen vielleicht, dass ich maßgeblich an der Entwicklung von PlayStation VR beteiligt war und bei der Markteinführung im Jahr 2016 die Aufgabe hatte, für das System zu werben. Ich bin also ein riesiger VR-Fan.

Ich weiß nicht, ob Sie PSVR 2 schon ausprobiert haben, aber es ist wirklich ein Next-Gen-Erlebnis, von dem wir sehr begeistert sind.

Aber der VR-Markt ist noch immer klein und im Wachstum begriffen. Ich danke Meta: Sie leisten großartige Arbeit mit Quest, sodass mehr Menschen kommen und VR zum ersten Mal ausprobieren. Gleichwohl, im Vergleich zu Spielkonsolen ist Virtual Reality immer noch eine Teilmenge und ein wachsender Markt.

Wenn die Industrie die Chance auf etwas wirklich Tolles aus technischer oder spielerischer Hinsicht bekommt, aber der Markt klein ist, dann kommt es auf die Indies an. Sie warten seit dem VR-Boom der 1990er Jahren darauf, VR-Spiele zu entwickeln. 

Sie haben, wie Mizuguchi-san (Entwickler von Rez Infinite und Tetris Effect, Anm. d. Redaktion), darauf gewartet, dass diese Technologie erscheint. Es wird große Titel wie Horizon Call of the Mountain oder Resident Evil Village geben. Die sind toll, aber meiner Meinung nach sind es die Indies, die wirklich auf VR wetten, weil sie Spiele für VR entwickeln wollen.

Es gab einen großen Hype um PSVR und Oculus, als sie 2016 ungefähr zur gleichen Zeit auf den Markt kamen, aber nach ein paar Jahren haben sich die Investoren anderen Dingen zugewandt, sodass 2017, 2018 und 2019 eine sehr schwierige Zeit war.

Aber es gibt Indie-Publisher und VR-Studios, die diese Periode überlebt haben und neue VR-Spiele herausbringen. Sie haben ihr Wissen und ihre Erfahrung im Umgang mit dieser neuen Technologie weiterentwickelt und machen immer bessere Spiele.

Jetzt, mit dem Metaverse und alledem, gibt es wieder Investitionen, und einige Studios bekommen jetzt eine Menge Geld und werden zu Publishern, um anderen Studios zu helfen. Es werden großartige VR-Spiele herauskommen von diesen wiederbelebten, gewachsenen und neu finanzierten VR-Publishern.“